Frauen verstehen leicht gemacht: Streit gekonnt lösen

Gepostet von am 26. März 2017 in beliebte Themen, Gelassenheit, Lebensfreude, Liebe/Beziehungen | Keine Kommentare

Frauen verstehen leicht gemacht: Streit gekonnt lösen

Männer und Frauen ticken psychologisch gesehen vollkommen unterschiedlich. Evolutionsbedingt ist das darauf zu führen, dass wir unterschiedliche Rollen eingenommen haben im Zusammenleben. Diese entwicklungsbedingten Steinzeitrelikte mögen uns in der heutigen Zeit zwar überholt erscheinen, entfalten ihre Wirkung in unseren Gehirnen und Nervenzentren dennoch. Ob man es nun wahrhaben will oder nicht.
Um den Unterschied auf einen prägnanten Punkt zu bringen: Frauen suchen Sicherheit, Männer lockt das Abenteuer/die Herausforderung. Soweit so gut. Das allein ist ja keine bahnbrechend neue Erkenntnis. Doch wie wirkt sich diese Tatsache im Konfliktfall aus und was kann Mann tun, um die Verwandlung seiner Liebsten in Mrs. Dramaqueen zu verhindern? Um der Sache auf die Spur zu kommen, sollten wir zunächst kurz einen Schritt zurück gehen – zum Beziehungsanfang.

Männer und Frauen durchlaufen in dieser Zeit drei Phasen – jedoch leider vollkommen unterschiedlich.

  • Kennlern- und Annäherungsphase
  • Unverbindlichkeitsphase
  • Bindungsphase

Frauen erleben ihre Unverbindlichkeitsphase in der Regel zu Beginn der Annäherungsphase, so lange sie sich noch nicht ganz sicher sind, ob der anvisierte Kandidat tatsächlich das Potenzial zum künftigen Partner hat. In dieser Zeit sind sie noch in ihr eigenes Leben mit eigenen Interessen, Freundschaften und Freizeitbeschäftigungen eingebunden. Stückchenweise räumen sie dabei bei steigendem Interesse ihrem Verehrer mehr und mehr Raum in ihrem Leben ein. Haben sie sich einmal für ihn entschieden und vielleicht sogar auch sexuell bereits hingegeben, gleiten Frauen, beflügelt durch das Bindungshormon Oxytocin, direkt in die Bindungsphase und beginnen, nach Sicherheit in der Beziehung zu suchen. Sie fordern Commitment ein, wollen mehr gemeinsame Zeit und eine lohnenswerte Aussicht auf eine gemeinsame Zukunft sehen. Hier startet in der Regel der Stress für den Mann innerhalb der Beziehung.
Er nämlich gibt in der Annäherungsphase Gas, um seine Auserwählte von sich und seinen Qualitäten zu überzeugen, indem er ihr Zeit widmet und seine ganze Aufmerksamkeit. Dabei stellt er vorübergehend andere Verpflichtungen zurück. Was er leider dabei verkennt, ist, dass er damit bereits einen Standard setzt in Sachen Kontaktdichte – was sie ihm später in etwa so vorhalten wird, sobald es auf sein Normalmass zurückgesunken ist: „Du kümmerst dich überhaupt nicht mehr um mich, hast kaum Zeit und plötzlich ist alles wichtiger als ich.“ Die Unverbindlichkeitsphase setzt bei ihm jetzt ein und er versucht, sich um sein normales Leben wieder mehr zu kümmern und Dinge zu erledigen, die durch die Annäherungsphase zu kurz gekommen sind. Je mehr sie nun Druck auf ihn ausübt mit dem Wunsch nach mehr Zeit, Zukunftsvisionen und Verbindlichkeit, desto länger dauert die Unverbindlichkeit bei ihm und desto weniger spürt er den Wunsch, sich an sie fester zu binden.
Hier streiten die Turteltäubchen nun immer wieder über die gleichen Themen, da sie nach Sicherheiten sucht und er keine Herausforderung mehr hat, weil er sich ihrer sicher ist.
Nach diesem langen Querschwenk komme ich nun wieder zurück zum eigentlichen Thema:

Wie kann Mann eine Frau im Streit wieder besänftigen?

Streit lösenWenn man(n) sich bewusst macht, dass eine Frau Sicherheit braucht, um sich in der Beziehung geborgen zu fühlen, ist die einfachste Methode, ihr diese Sicherheit zu geben. Es ist kein Geheimnis, dass Frauen oftmals emotionaler fühlen und reagieren als Männer. Und der schwankende Hormonpegel macht es für die Damen auch nicht einfacher. Alles, wirklich alles, was Frauen sich wünschen, ist, verstanden zu werden in ihren Bedürfnissen und Anliegen.

Wenn du als Mann nun einen Konflikt mit deiner Partnerin hast und du keine Ahnung hast, wie du damit jetzt umgehen sollst, was sie eigentlich genau von dir will und was das Ganze überhaupt soll, dann bitte verfalle nicht in den Totstellreflex und tue einfach mal gar nix. Nein, das ist wirklich ganz und gar keine gute Idee, denn deine Herzdame wird dadurch das Gefühl bekommen, dass es dir vollkommen Wurscht ist, was in ihr gerade vorgeht. Denn was sie nun ganz dringend braucht, ist Sicherheit. Sicherheit, die nur du ihr geben kannst.

Und wie schaffst du das, obwohl du immer noch keinen Schimmer hast, was sie eigentlich will?

Nimm sie in den Arm, sag ihr, dass du sie verstehst und dass du sie liebst. Wenn sie gerade raubkatzenmässig und zu wütend drauf ist, um sich umarmen zu lassen, startest du damit, ihr zu sagen, dass du sie verstehen kannst. (Das heisst nicht, dass du ihrer Meinung bist und dich unterordnest!). Dann schiebst du nach, dass sie dir viel bedeutet und dass du das gerne klären möchtest. Nun sollte eine Umarmung spätestens möglich sein. Und jetzt kannst du sie ganz in Ruhe fragen, was sie ganz konkret wütend, traurig gemacht oder enttäuscht hat und was sie sich wünschen würde. Euer Dialog kann beginnen und die hochkochenden Emotionen sprudeln runter auf Sparflamme. Streit-Game over.
Und immer schön daran denken: Frauen suchen Vertrauen und Sicherheit. Denn sie mussten für den Nachwuchs sorgen, während die Herren der Schöpfung brüllend und jagend im Lendenschurz durch die Wälder rannten. Sicherheit war überlebensnotwendig und prägt noch heute unser Verhalten. Ein Mann, der der Frau Halt und Sicherheit durch sein Verhalten schenken kann, wird ihr Herz gewinnen und eine friedlichere Version ihrer selbst an seiner Seite haben.


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