So erschaffst du deine eigene Realität – bewusst oder unbewusst

Gepostet von am 30. März 2015 in beliebte Themen, Gelassenheit, Glaubenssätze, Karriere & Beruf, Lebensfreude, persönlicher Erfolg, Selbstbewusstsein | 1 Kommentar

So erschaffst du deine eigene Realität – bewusst oder unbewusst

Durch unsere Gedanken und die damit verbunden Gefühle bringen wir alle Erfahrungen hervor, die wir erleben. Du erschaffst also deine eigene Realität täglich aufs Neue. Mit anderen Worten: Der Schlamassel, in dem du dich befindest, ist Marke Eigenkreation. Aber natürlich auch all das Schöne und die Erfolge, mit denen dich dein Leben beglückt.

Dabei spielen unsere festen Überzeugungen (Glaubenssätze) eine zentrale Rolle. Denn diese lassen uns auf eine bestimmte Weise denken und fühlen. Unsere Emotionen richten sich also nach unseren Überzeugungen und nicht umgekehrt. Nicht alles, was dir als Wahrheit erscheint, ist auch tatsächlich universelle Realität. Was du für wahr hältst (und wahr haben willst!), wirst du in deinem Leben auch als wahr erfahren. Deine Lebenserfahrungen scheinen dabei immer wieder deine eigenen Überzeugungen zu bestätigen. Und du denkst vielleicht: „Aber mir geht es doch tatsächlich mies, daran ist doch nicht zu rütteln!“ Oder: „Aber ich bin seit Jahren arbeitslos und das ist nunmal Fakt. Da hilft auch alles positive Denken nix.“
Das Spannende daran ist jedoch, dass es genau umgekehrt ist: Nicht deine Lebenserfahrung bestätigt das, wovon du überzeugt bist, sondern deine zu Glaubenssätzen verdichteten Überzeugungen gestalten deine Realität und Lebenserfahrungen. Du bist so lange arbeitslos, weil du tief in dir glaubst, dass du keine Chance mehr hast und tatsächlich arbeitslos bleiben musst. Dir geht es gerade mies, weil du denkst, dass es so sein muss und nicht glauben kannst, dass es dir schon sehr schnell besser gehen kann.

Ich bin, was ich gestern gedacht habe und ich werde zu dem, was ich heute denke

So wie ich es bereits in vielen anderen Artikeln geschrieben habe, werden wir zu dem, was wir denken und gestalten uns auf der Basis unserer inneren Haltung, die sich aus Gedanken, Überzeugungen und damit verbundenen Emotionen zusammensetzt, unsere Erlebnisse. Dabei setzt dein BEWUSSTSEIN die Ziele und dein inneres Selbst (Unterbewusstsein) verwirklichst sie, indem es all seine unerschöpflichen Ressourcen und Fähigkeiten aufbietet.

Wenn ich also glaube, die in meinem Leben gegebenen Schwierigkeiten einfach hinnehmen und erdulden zu müssen, kann allein diese Überzeugung bereits bewirken, dass ich die Schwierigkeiten nicht überwinde. Das bewusst gewählte Ziel ist dann: „Es gibt keine Lösung. Ich muss das erdulden.“ Setze ich meine bewussten Gedanken jedoch positiv zielführend ein wie z. B. „Auch wenn das jetzt passiert ist, finde ich eine Lösung und erreiche dadurch mein Ziel XY.“, nutzt mein inneres Selbst alle Energien und Fähigkeiten, um eine Lösung zu erschaffen. Sehr hilfreich ist auch der Satz: „Was will ich stattdessen.“.

Durch diese Fragen übernimmst du unmittelbar Verantwortung für die Lebensbereiche, die noch nicht stimmig sind in deinem Leben und richtest dich auf eine Lösung aus. Denn die Verantwortung liegt tatsächlich nur bei dir. Niemand gestaltet dein oder mein Leben. Wir selbst sind diejenigen, die durch unser Denken und unsere Überzeugungen täglich aufs Neue Gestalter unseres Lebens und Schöpfer unserer Lebensumstände sind. Gemein, ich weiss! Denn man kann nicht mal mit dem Finger auf einen Schuldigen zeigen, um sich besser zu fühlen. 😉 Lebensfreude, Energie, Leistungsfähigkeit und Erfolg sind keine Ergebnisse, die uns von außen angetragen werden. Nein, sie entspringen alle inneren Vorgängen und unserer inneren Haltung.

Wir leiden so lange, wie wir denken, es zu müssen

Solange du dich gedanklich jedoch mit negativen Inhalten beschäftigst, wie z. B. dem Klagen darüber, dass etwas oder jemand böse ist, gemein und ungerecht, verstärkst du diesen Zustand fortwährend und gibst ihm konstant mehr Energie. Jedes Mal, wenn du über deinen Ärger jemandem erzählst, wenn du innere Selbstgespräche darüber führst, wie blöd und mies dies oder jenes ist, befeuerst du damit das Feuer, das diesen Ärger oder Zustand nährt. Und glaube mir, ich selbst weiß auch, dass es schön einfach gesagt ist, sich statt dem Ärger lieber Lösungen gedanklich hinzugeben. Denn manchmal kann man es schier kaum glauben, was einem so alles passiert und wie uneinsichtig „die anderen“ doch sind.

So habe ich mir selbst ziemlich viele Probleme an die Ferse geheftet

Im Zuge unseres Hausumbaus haben wir auch so manches Mal gestaunt über die nicht vorhandene Einsicht mancher Lieferanten und konnten es uns nicht verkneifen, auch darüber zu sprechen und uns gegenseitig darin zu bestärken, dass dieser oder jener einfach unmöglich sei. Das Ergebnis? Wir zogen immer mehr Probleme an und waren schon recht bald mehr damit beschäftigt, uns mit Mängelrügen auseinander zu setzen als mit dem Umbau. Denn Gleiches zieht Gleiches an. Negative Gedanken ziehen negative Umstände nach sich. Schöner Mist… dacht ich auch, als immer mehr aufkam. Erst als wir uns selbst bewusst gemacht haben, dass wir uns nun auf den Einzug und die schönen Aspekte des Umbaus fokussieren wollen, begannen die Probleme sich nach und nach aufzulösen.

So lange wir versuchen, gegen Lebensumstände anzukämpfen, ziehen wir mehr davon an, wogegen wir ankämpfen. Erst wenn wir uns auf das, was wir stattdessen wollen, ausrichten, kann unser inneres Selbst uns dabei helfen, genau dies zu erreichen. Manchmal versteifen wir uns auch so sehr darauf, dass etwas ausweglos zu sein scheint, dass wir nicht in der Lage sind, eine andere Realität wahrzunehmen. Die eigene Wahrnehmung ist dann einfach derartig begrenzt auf das, was du glaubst, so dass du die Chancen gar nicht wahrnehmen kannst, die sich dir rechts und links bieten würden. Natürlich passieren Dinge, die sich nicht leugnen lassen, aber ich selbst kann entscheiden, wie viel Beachtung und Größe ich diesen Dingen gebe. Verdrängung meine ich jedoch damit nicht.

Willst du ein tolles Leben? Die Verantwortung liegt ganz bei dir – sag einfach Ja

Wenn du an einem Punkt in deinem Leben angelangt bist, der sich wahrhaftig unschön anfühlt und es rechts und links einfach nur hakt und piekt, dann solltest du dir zuallererst die Fragen stellen: „Was hat mich hierher gebracht? Wo entferne ich mich von meinen seelischen Bedürfnissen und warum?“ Wir leben in einer kausalen Welt. Alles hat eine Ursache und entfaltet eine Wirkung. Gefällt dir die Wirkung, hast du offenbar genau das Richtige gedacht und getan. Gefällt sie dir nicht, frag dich, wie du das angestellt hast, dies anzuziehen. Nur schonungslose Ehrlichkeit dir selbst gegenüber wird dich weiter bringen. Schaust du nicht hin, wird der Druck einfach stetig größer – bis zu hinschaust. Eine Wunde heilt nicht durch das Pflaster, das du auf sie klebst, getreu dem Motto: was ich nicht sehe, ist nicht da. Du musst dich schon bemühen, die Wunde anzuschauen und zu reinigen, bevor du sie für die Heilung abdecken kannst. Genauso ist es mit allen Lebensthemen, die uns pieken. Hinschauen, Annehmen, Lösen, Abhaken.

Dein Körper ist dein Feedbacksystem

Generell betrachtet ist der Körper ohnehin dein bestes Feedbacksystem. Denn dein Körper ist das Ausdrucksorgan deiner Seele. Lebst du in Harmonie mit deinen seelischen Bedürfnissen und nährst deinen Körper gut, wird er dir sein Wohlbefinden durch Gesundheit, Vitalität und Leistungskraft zeigen. Lebst du hingegen gegen deine inneren Bedürfnisse über längere Zeit hinweg, werden die chemischen Reaktionen deines Körpers (z. B. vermehrte Kortisolaussschüttung durch nervliche Belastung) sich derart verändern, dass dein Körper beginnt, dir Signale zu senden. Diese steigern sich solange, bis du hinschaust und der Ursache auf den Grund gehst. Gehst du zum Arzt, um die Symptome loszuwerden, dann ist das nichts anderes, als das oben genannte Pflaster auf der entzündeten Wunde. Du wirst zum besten Patienten deines Arztes, er wird reich und du kränker. Erst wenn du dir die richtigen Fragen zu stellen beginnst, kannst du selbst den Heilungsprozess einleiten und dir ggf. medizinische oder heilkundliche Unterstützung holen.

Du kannst jeden Tag als ein Leben für dich betrachten und jeden Tag neu beginnen, dein Leben so zu gestalten, dass es dir Freude macht. Ich für meinen Teil habe alle Umbauangelegenheiten begonnen einfach als Meisterschaft zur Gelassenheit zu betrachten. Und wenn doch mal etwas ausweglos zu sein scheint, bleibt mir ja noch mein rettender Satz: Was soll`s! Dann schauen wir einfach mal morgen weiter 😉

 


1 Kommentar

  1. Vielen Dank für deinen schönen Artikel! Es ist sooo wahr, nur leider vergessen wir immer wieder im Trubel des Alltags was unsere Gedanken erschaffen …
    Danke dir fürs wieder ins rechte Licht rücken!

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