Nahtoderlebnisse: Geht es nach dem Tod weiter?

Was glaubst du ist das Leben? Sind es die durchschnittlich 80 Lebensjahre zwischen Geburt und Tod? Beginnt das Leben schon im Mutterleib oder gar vorher? Und was passiert, wenn uns die Lichter ausgehen und unser Körper den letzten Atem aushaucht? Geht es dann weiter oder war es das dann?

Wie du weißt, interessieren mich alle Themen rund um das Leben brennend und natürlich zählt zum Kreislauf des Lebens auch dessen Ende und alles, was damit verbunden ist. Da ich auch in meinem persönlichen Umfeld mit Krankheit und auch Tod immer wieder konfrontiert bin, beschäftigt mich das Thema Leben nach dem Tod schon sehr lange. Für mich ist schon seit ich denken kann klar, dass es viel mehr gibt, als die meisten von uns wahrnehmen können. Ich sehe es recht pragmatisch und beschreibe es gern so, dass die meisten Menschen ausgestattet mit ihren fünf Sinnen die Welt durch ebendiese erfahren und erleben. Alles, was sie wahrnehmen, wird also gefiltert durch die fünf Sinne, die ihnen nutzbar sind. Alles, was über diese Sinne hinausgeht, ist nicht wahrnehmbar. Es ist so ähnlich wie bei einem Regenwurm. Der Regenwurm ist ausgestattet mit dem Tastsinn, Drucksinn, Geschmackssinn und Gravitationssinn. Er kann aber weder hören, sehen noch riechen. Also existieren für ihn Farben, Musik, Häuser, Kunst, Literatur und so vieles mehr schlicht und ergreifend nicht. Würde ihm ein anderer Wurm von all diesen Dingen erzählen, würde der Wurm ihn für verrückt erklären und absolut nicht verstehen, was all diese Dinge bedeuten sollten. ER kann sie ja nicht wahrnehmen.

Und doch befindet sich all das um den Regenwurm allgegenwärtig herum. Der blaue Himmel ebenso wie die bunten Blumen, der Duft der Blüten und all die anderen schönen Dinge. Nur weil er es nicht wahrnehmen kann, heißt es also nicht, dass es all diese wunderbaren Dinge nicht gibt.

Und genau so ist es mit uns Menschen auch. So wie der Regenwurm sind wir in unserer Wahrnehmung limitiert durch unsere Sinne und letztlich noch viel mehr durch unseren Verstand und unsere Erfahrungen und  frühkindlichen Prägungen. Wir sehen vor allem das, was wir sehen WOLLEN und woran wir glauben.

Psychologisches Experiment zur Bildung und Wahrnehmung der Realität

Vor über 20 Jahren führten Wissenschaftler an der Harvard Medical School ein Experiment mit Babykatzen durch. Sie ließen eine Gruppe Kätzchen in einem Raum aufwachsen, in dem alle Gegenstände und einfach alles horizontal gestreift war. Alle visuellen Reize waren also ausschließlich horizontal. Eine andere Gruppe wuchs in einem Raum mit rein vertikalen visuellen Reizen auf. Als erwachsene Katzen konnte die eine Gruppe nur eine horizontale, die andere nur eine vertikale Welt sehen, und das hatte nichts mit ihrem “Glaubenssystem” zu tun. Als man beide Katzengruppen in einen Raum mit horizontal gestreiften und vertikal gestreiften Gegenständen ließ, liefen die „Horizontal-Katzen“ immer gegen die Vertikal-Gegenstände und umgekehrt. Sie konnten sie schlichtweg nicht sehen.

Als man ihre Gehirne untersuchte, stellte man fest, dass ihnen die interneuronalen Verbindungen für die Wahrnehmung einer vertikalen bzw. horizontalen Welt gänzlich fehlten. Die ursprünglichen Sinneseindrücke dieser Kätzchen hatten ihr neuronales System derart programmiert, dass schließlich ein Nervensystem entstand, das sogar auf der atomaren Ebene nur noch eine Funktion hatte: die aufgrund der Sinneseindrücke gemachten ursprünglichen Erfahrungen immer wieder zu bestätigen und zu verstärken.
Dieses Phänomen bezeichnen die Psychologen als PCC ( Premature Cognitive Commitment), was so viel bedeutet wie: “auf frühkindlicher Sinneserfahrung beruhende Festlegung”. Frühkindlich, da es in einem entwicklungsbedingten biopsychologischen Stadium geschieht; kognitiv, da es die Sinne programmiert und Festlegung, weil es uns in einer bestimmten Realität fixiert. Wir werden festgehalten in dieser einen Realität. Wir werden demnach dazu konditioniert, in dieser Realität zu leben.

Besondere Menschen mit besonderen Fähigkeiten – Erfahrungen und Begegnungen mit dem Jenseits

Es gibt aber auch Menschen, die über mehr als diese fünf Sinne verfügen. Sie sehen, fühlen oder hören Dinge, die für andere nicht wahrnehmbar sind. Und manchmal erleben ganz normale Menschen in außergewöhnlichen Situationen auch etwas, das ihre bisherigen Sinne bei weitem übersteigt.

Dr. Eben Alexander, ein Neurochirurg und Harvard-Dozent aus den USA hat dies ebenfalls selbst erlebt. Er selbst glaubte nicht an etwas, das die menschlichen fünf Sinne übersteigen hätte können. Er war der Wissenschaft verbunden und hielt Nahtoderlebnisse lediglich als Streiche des dysfunktionalen Gehirns nach traumatischen Erlebnissen oder Verletzungen.

Doch eines Tages erlebte er selbst ein solches Nahtodererlebnis und schrieb darüber das Buch „Blick in die Ewigkeit“ (Original: Proof of heaven). In diesem Buch beschreibt er seine Erkrankung (bakterielle Meningitis), die ihn für sechs Tage ins Koma ohne Gehirnfunktionen fallen ließ und seine in dieser Zeit gemachten jenseitigen Erfahrungen. Er beschreibt seine Reise in verschiedene jenseitige Dimensionen, Begegnungen und Unterhaltungen mit Geistwesen (Engeln) und dem höchsten Bewusstsein (Gott). Es ist wissenschaftlich absolut ausgeschlossen, dass sein Gehirn diese Erlebnisse und Eindrücke hätte produzieren können. Er schildert seine Begegnung mit seiner Seele und derer vieler anderer. Früher glaubte er als Wissenschaftler nicht an die Spiritualität. Heute sagt er, dass die Wissenschaft es sich nicht leisten könne, die Spiritualität zu negieren.

Eine Passage aus seinem Buch finde ich besonders interessant und möchte sie hier wiedergeben:

„Wir – die spirituellen Wesen, die gegenwärtig unsere im Laufe der Evolution entwickelten sterblichen Körper und Gehirne bewohnen, treffen die wirklichen Entscheidungen. Wahres Denken ist keine Sache des Gehirns. Aber wir sind – teilweise durch das Gehirn – so sehr darauf trainiert, unsere Gehirne mit dem in Verbindung zu bringen, was wir denken und wer wir sind, dass wir nicht mehr erkennen können, dass wir jederzeit so viel mehr sind als unsere physischen Körper und Gehirne, die unseren Anordnungen Folge leisten – oder dies zumindest tun sollten. Wahres Denken ist vorkörperlich. Es ist das Denken hinter dem Denken, und es ist verantwortlich für alle folgenschweren Entscheidungen, die wir in der Welt treffen.“

Etwas Ähnliches beschreibt auch Eckhart Tolle in seinem Buch „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart“ in Bezug auf das Denken.

An einer anderen Stelle beschreibt Alexander farbige Lichtkugeln, die ihn im Jenseits begleiteten und bei denen er erkannte, dass sie „Übersetzer“ zwischen ihm und Gott waren. Diese schwebenden leuchtenden Kugeln waren Engel, die ihre Gestalt verändern konnten. Sie konnten als Kugeln um ihn herum sein oder auch in Engel- oder Menschengestalt erscheinen.

LichtkugelAls ich diese Beschreibung las, wurde es mir selbst ganz warm ums Herz, denn unser ältester Sohn konnte schon immer genau solche Lichtkugeln in verschiedenen Farben überall sehen. Zu Hause, um Menschen herum, im Kindergarten und später der Schule, im Auto und draußen. Immer wieder erzählte er von diesen Lichtkugeln und dass dies Engel seien. Wir haben ihm geglaubt, auch wenn wir selbst nicht sehen konnten, was er sah. Als ich ihm die Passage des Buches vorlas, in denen es um diese Lichtkugeln ging, sagte er nur: „Na siehste, jetzt kannst du es ja auch lesen, genau so ist es, wie er schreibt.“

Leben als Highlander

highlanderKennst du noch den Film „Highlander – es kann nur einen geben“ mit Christopher Lambert? Da ist ein unsterblicher Mensch, der durch die Jahrtausende der Zeit zieht. Wir alle denken immer wieder darüber nach, wie schön es wäre, unsterblich zu sein und viele von uns begleitet eine tiefe Angst vor dem Tod – die Mutter aller Ängste.

Doch wenn du dir bewusst machst, dass du nicht diese sterbliche Hülle, die sich Körper nennt, bist, sondern ein viel größerer Teil – nämlich eine unsterbliche Seele mit diesem jetzigen Körper (und später einem anderen und danach auch einem anderen…) und du dir bewusst machst, dass du beschützt und geliebt bist und dass dir alle deine Erfahrungen des Lebens immer erhalten bleiben – über dieses Leben hinaus – was passiert dann mit der Angst?

So wie Highlander sind wir Normalos eigentlich auch. Mit dem Unterschied, dass wir die Körper wechseln. Viele Wissenschaftler und Ärzte sind sich der unsterblichen Seele mittlerweile sehr bewusst und haben tausende Menschen, die jenseitige Erlebnisse gemacht haben, befragt und die Erfahrungen dokumentiert. Dr. Elisabeth Kübler-Ross war z. B. eine solche Ärztin, die ihr Leben lang Nahtoderlebnisse erforscht hat und dazu viele Publikationen und Bücher verfasst hat. Ich finde es sehr tröstlich, heilsam und Vertrauen schenkend, zu wissen, dass wir nicht nur unser Gehirn und Körper sind, sondern ein seelisches Wesen und ich sehe es als meine Lebensaufgabe, die Bedürfnisse der Seele zu erforschen und so nach und nach die Beschränkung meiner Wahrnehmung durch die fünf Sinne aufzulösen und durch weitere Sinne zu erweitern. Und wenn sich diesbezüglich etwas in mir rührt, dann sei dir sicher: dann schreib ich drüber ;-).

 


1 Kommentar

  1. Ja, es gibt den Himmel. Ich war auch schon mal dort. Und ich kenne mehr Menschen, die diese Erlebnisse hatten. Jesus Christus ist dort und er ist auch der Weg dorthin. Wer an ihn glaubt, sowie die Bibel es sagt, der kommt sicher in den Himmel!
    Er liebt uns mehr, als es ein Mensch je könnte….

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