Der Charmefaktor: überzeugen durch Persönlichkeit

Gepostet von am 27. Oktober 2015 in beliebte Themen, Blog, Gelassenheit, Karriere & Beruf, Lebensfreude, Liebe/Beziehungen, persönlicher Erfolg, Selbstbewusstsein | Keine Kommentare

Der Charmefaktor: überzeugen durch Persönlichkeit

Kennst du den Charmefaktor und ist dir bewusst, wann du ihn einsetzt und wann nicht? Stell dir einmal vor, du triffst dich mit einem guten Freund oder deiner besten Freundin irgendwo im Café. Ihr habt euch drei Wochen nicht gesehen und tauscht euch rege aus über die Geschehnisse. Ihr lacht, ihr gestikuliert und seid total ins Gespräch vertieft. Was würdest du vermuten, denken andere Leute, die euch beide so zusammen sehen? Wie nehmen sie euch wahr?

Mit großer Wahrscheinlichkeit werden sie euch als locker, unangestrengt und sympathisch wahrnehmen. Und wenn nun jemand Fotos von euch macht, wirst du dich darauf ebenfalls sympatischer finden und attraktiver als auf gestellten Bildern.

Und nun stell dir vor, wie du eine neue Weiterbildung beginnst und dabei am ersten Tag alle Teilnehmer im Kreis sitzen und die Vorstellungsrunde startet. Einer nach dem anderen stellen sich vor und du spürst vielleicht bereits die Nervosität aufsteigen und kramst im Hirn nach den passenden Wörtern und Sätzen, die einen möglichst positiven ersten Eindruck hinterlassen sollen. Und wie sähen die Aufnahmen von dir in diesem Moment aus? Die zweite Frage ist; was hast du von dem bisher Gesagten überhaupt mitbekommen? Wahrscheinlich eher wenig. Denn du warst mit dir selbst und deinen Gedanken beschäftigt.

Interessanterweise ist den meisten Menschen eine solche Gruppen-Situation ein Gräuel. Sich einer Gruppe von (fremden) Menschen zu präsentieren, ist für viele eine innerlich aufreibende Angelegenheit.

Was raubt dir in einem solchen Gruppenmoment die Gelassenheit, Charme und Ausstrahlung?

Es sind deine Gedanken! Deine Gedanken kreisen stetig darum, wie du rüberkommst, was du sagen willst und was alles schief gehen könnte. Und diese Gedanken halten dich davon ab, den anderen aufmerksam zuzuhören und die Worte einfach fließen zu lassen. Im Gespräch mit deinem besten Freund gehst du vollkommen frei ans Werk und machst dir vorab keine Gedanken darum, wie du rüberkommen wirst. Du freust dich auf das Treffen und bist ganz im Moment. Du hörst interessiert zu und ihr beide gleitet in den Flow-Zustand. Alles fließt. Vollkommen frei und ungezwungen. Du bist einfach du selbst und strahlst automatisch Selbstsicherheit und Gelassenheit aus. Und genau jetzt nutzt du deinen Charmefaktor. Menschen, die aufmerksam und im aktuellen Moment präsent sind, wirken charmant und überzeugen andere wesentlich erfolgreicher von Ideen, Projekten und Gesprächsinhalten als angestrengt wirkende Menschen.

„Charme und Geist schenken deinem Gesicht eine Seele.“ Elmar Kupke

Im Duden wird Charme folgendermaßen definiert: „Anziehungskraft, die von jemandes gewinnendem Wesen ausgeht; Zauber“. Ein charmanter Mensch gewinnt durch sein aufmerksames Wesen also Sympathie und Wohlwollen seines Gegenübers. Es geht also viel weniger darum, was ich über mich sage, sondern vielmehr darum, wie ich es tue und wie aufmerksam ich anderen gegenüber bin.

Dein Charmefaktor

Warum probierst du es nicht an einem Selbstversuch aus? Du könntest an einem Tag bei allen Begegnungen mit anderen darauf achten, deine vollkommene Aufmerksamkeit während der Dauer der Begegnung diesem Menschen zu schenken. Du hörst aufmerksam zu, lässt die Person aussprechen und bist vollkommen in diesem Moment. Das bedeutet, dass deine Gedanken nicht bereits zum nächsten Meeting wandern, sondern ganz im Hier und Jetzt sind. Und dann beobachte, was sich dadurch für dich verändert.

Charme hat nichts damit zu tun, sich bei anderen einzuschmeicheln oder ihnen Komplimente zu machen, um dadurch etwas zu erreichen. Charme kommt immer von innen durch eine wohlwollende Einstellung anderen Menschen gegenüber.

Was sind Charmefaktor-Killer?

Ein gehetzter Mensch, der von einer Situation zur nächsten eilt, kann sich keine Zeit dafür nehmen, aufmerksam zu sein. Zeit ist also eine Form von Aufmerksamkeit. Sich die Zeit zu nehmen, in einem bestimmten Moment (trotz Zeitdruck) präsent zu wirken und sich auf das Gegenüber einzulassen, ist eine sehr wirksame Methode. Selbst, wenn es nur für eine Minute ist. Im Buddhismus sagt man: „Wenn du es eilig hast, gehe langsam.“ Zeitdruck zu haben und ihn zu zeigen sind zwei verschiedene Aspekte. Man kann auch mit einem vollen Terminkalender über eine ruhige und gelassene Ausstrahlung verfügen. Es ist dafür nur eine bewusste Entscheidung nötig.

Sich mit anderen zu vergleichen, ist ebenfalls ein Killerkriterium für den eigenen Charme. Sobald du dies tust, bist du nicht mehr authentisch. Sobald du dich mit anderen vergleichst, beginnst du eine Rolle zu spielen und wirkst angestrengt. Niemand findet Nachahmeräffchen spannend. Menschen mögen andere Menschen mit Profil und einer positiven, aufmerksamen Ausstrahlung. Menschen, die einem selbst das Gefühl geben, man sei es wert, gut behandelt und wertgeschätzt zu werden.

Perfektionismus äussert sich oft auch in Form von Kontrollbedürfnissen. Jemand, der alles in seinem Leben und um sich herum zu kontrollieren versucht, wirkt selten entspannt. Sobald im Aussen etwas Unvorhersehbares passiert, sind auch das Lächeln und die gute Stimmung futsch. Ziele zu haben ist gut auf dem Weg zum Erfolg, aber Vertrauen ist wesentlich hilfreicher als Kontrolle. Vertrauen in sich und die eigenen Stärken aber auch in das Leben im Allgemeinen helfen dir dabei, wesentlich entspannter zu leben und charmanter zu wirken.

Dann starte doch ab heute deine eigene Charmeoffensive und überzeuge deine Mitmenschen durch Charme und Persönlichkeit, indem du dich traust, du selbst zu sein und dir erlaubst, dich innerlich genau so frei zu fühlen, wie mit deinen besten Freunden.


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