Wenn der Partner an Krebs erkrankt – wie gehe ich damit um?

Gepostet von am 29. Juni 2014 in beliebte Themen, Freunde, Gesundheit, Krisen-Wissen, Lebens-Wendepunkte, Liebe/Beziehungen, Persönliche Geschichten | Keine Kommentare

Wenn der Partner an Krebs erkrankt – wie gehe ich damit um?

Mittlerweile kennt nahezu jeder von uns jemanden, der an Krebs erkrankt ist. Sei es direkt oder aus dem näheren Bekanntenkreis. Doch wie gehe ich damit um, wenn mein eigener Partner die Diagnose Krebs bekommt? Genau diese Frage musste ich mir im Januar 2012 selbst stellen, als mein Mann an Krebs erkrankte.

Krebs breitet sich aus und das zusehends. Die Zahl neu diagnostizierter Krebsfälle ist zwischen 2008 und 2012 weltweit stark gestiegen. Im Jahr 2012 wurde bei 14,1 Millionen Menschen weltweit Krebs diagnostiziert, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte. Damit wurden elf Prozent mehr Krebserkrankungen als vier Jahre zuvor festgestellt.

Die Meisten erwischt die Diagnose wie ein Schneesturm mitten im Sommer; völlig unerwartet und aus heiterem Himmel. Genau so war es auch bei uns. Kurz nach Silvester spürte mein Mann eine starke Schwellung mit Schmerzen und fuhr an einem Samstag damit ins Krankenhaus. Dort bereiteten sie ihn bereits auf eine mögliche Krebsdiagnose vor, die sich unmittelbar am Montag drauf bestätigte. Es folgte am Freitag die OP, bei der der Tumor entfernt werden konnte und einige Wochen später eine einmalige Chemotherapie. Die Ärzte teilten ihm mit, dass ein Rückfallrisiko bestünde und so musste mein Mann sich zwei Jahre lang halbjährlich umfassend untersuchen lassen, da in dieser Zeit ein Rückfall am wahrscheinlichsten sei.

Krebs als Chance erkennen – warum ich?

Krebs beim PartnerIn dem Moment, als mein Mann mir die Diagnose mitteilte, war für mich sonnenklar: das schaffen wir! Zusammen! Ich spürte tief in mir, dass diese Erkrankung ein Weckruf seiner Seele war, seinen Lebenstil zu hinterfragen und endlich etwas zu verändern. Und ich wusste auch, dass er wieder gesund werden würde. Ich zweifelte keine Sekunde daran und machte ihm Mut. Auch er spürte das Vertrauen, dass alles wieder gut werden würde.

Wir beschlossen, die Diagnose bis kurz vor dem OP-Termin mit niemandem zu besprechen, vor allem nicht mit seinen Eltern, da diese ihre Sorge um sein Leben auf ihn und uns übertragen hätten können. Das, was wir jedoch brauchten, war Mut, Entschlossenheit und der Blick nach vorn in Richtung Heilung und nicht auf Angst gerichtet. Wir hatten Vertrauen in seine Selbstheilungskräfte und wollten es uns durch niemanden nehmen lassen.

Nach der OP kam natürlich schnell die Frage auf: „Warum ich – warum diese Krankheit mit 38?“ Lange mussten wir nicht nach einer Erklärung suchen. Als Unternehmensberater mit einer durchschnittlichen 70-Stunden-Woche und teilweise mehr + kleine Kinder war sehr schnell klar, dass es so nicht weitergehen konnte. Mein Mann hatte neben der Arbeit keine Zeit für ein Leben, für Hobbies, Seelenwellness und zur Entspannung. Er fuhr auf einer achtspurigen Autobahn mit Vollgas und hatte keine Zeit, innezuhalten und zu hinterfragen, ob er sich noch auf dem richtigen Weg befand. Stattdessen lebte er das Leben, das sich irgendwie ergeben hatte und von dem er glaubte, dass es eben so sein müsse. Er dachte, dass Karriere zu machen, seine Opfer forderte und konnte zu der Zeit noch nicht sehen, dass es auch anders möglich war.

Ich sah es als meine Aufgabe, ihm die richtigen Fragen zu stellen, damit er seine inneren Antworten finden konnte. Denn es gibt nur eine Art von Erkenntnis, die einen Menschen weiter bringt und das ist immer die EIGENE Erkenntnis. Kein guter Rat, keine tollen Impulse, kein Fremdwissen. Welche Fragen stellte ich ihm? Diese hier:

  • Stell dir vor, es wäre unheilbar gewesen, wäre es das wert gewesen?
  • Lebst du gerade das Leben das du wirklich liebst?
  • Was hast du in den letzten Monaten und Jahren am meisten vermisst?
  • Was hat dir früher gute Laune gemacht und Glückshormone ausgeschüttet?
  • Wie kannst du es wieder aktivieren?
  • Was müsste sich ändern, damit du es wieder aktivieren kannst?
  • Wie sieht der perfekte Job für dich aus? (Work-Life-Balance, welches Sozialklima, welcher Tätigkeitsfokus, welche eigene Stärken einbringen etc.)
  • Was kann ich tun, damit du das Leben lebst, das du liebst? Was können die Kinder tun? Was willst du mit  uns gemeinsam tun?

Ernährung, die gesund macht, Energie schenkt und Zellen schützt

superfoodDamit mein Mann sich schnell erholen konnte und wir als Familie noch lange glücklich zusammen leben können, habe ich beschlossen, unsere Ernährung zu hinterfragen und mich eingehender damit zu befassen, was dem Körper Kraft und Nährstoffe gibt und was ihn belastet oder gar krank macht. Ich besorgte mir Bücher wie z. B.

 

Wir stellten unsere Ernährung auf vegetarisch um und haben begonnen, viele Superfoods zu essen, die die Zellen schützen, aktivieren und antioxidativ wirken. Wir haben auch das Wasser mittels Grander-Wasserbelebung verbessert und mein Mann hat sich eine berufliche Auszeit genommen, die ihn unmittelbar zu einer neuen beruflichen Station führte. Mehr Freizeit, mehr Lebensqualität, weniger Druck. Durch Zeit für Sport, eine Veränderung der negativen Gedanken in Richtung „nach vorne blicken“ und eine ausschließlich biologische und hochwertige Ernährung hat sich sein körperlicher und seelischer Zustand innerhalb weniger Monate komplett verändert.

Als Partner kann man nur eins tun: Dem an Krebs erkrankten Partner Mut zusprechen, ihm dabei zu helfen, sich selbst besser zu verstehen und einen lebensbejahenden Lebensweg zu wählen. Bedenken, Ängste und Zweifel können natürlich auftreten und haben ihren Raum, aber je mehr eure Gespräche darum kreisen, desto mehr Energie schenkt ihr dieser Kraft und das wirkt nicht heilsam.

Unsere Gedanken haben einen erheblichen Einfluss auf unser Körperbefinden. Wie man seine Gedanken zur Selbstheilungsaktivierung nutzen kann, erfährst du hier, in diesem Artikel.

Falls dein Partner an Krebs erkrankt ist, so wünsche ich dir viel Kraft, Vertrauen und Optimismus. Vielleicht konnte ich dir mit diesem Artikel und unserer Geschichte Mut machen und ich hoffe, dass ihr es gemeinsam ebenfalls schafft, die Krankheit als Chance zu sehen – als Chance für inneres Wachstum.

 

 

 


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