Sinnsuche: Hilfe – ich weiß nicht, was ich will!

Gepostet von am 4. Juni 2014 in beliebte Themen, Lebensfreude, Persönliche Geschichten, persönlicher Erfolg | Keine Kommentare

Sinnsuche: Hilfe – ich weiß nicht, was ich will!

„Mach doch einfach, was dir Freude macht!“ „Probier doch mal was Neues aus!“ „Was wolltest du denn schon immer mal machen?“

Fehlt dir auf all diese Fragen im Moment die Antwort? Dann herzlich willkommen im Club! Denn auch ich habe neulich genau diese wunderbar inspirationslose gähnende Leere in meinem Kopf gehabt. „Was will ich eigentlich?“

Kann mir mal jemand sagen, was ich wollen soll?

Am liebsten wäre mir gewesen, wenn mir meine Freundin oder mein Mann gesagt hätten: „Ich kenne dich so gut, hier habe ich einen perfekten Plan für dich. Wenn du diesen befolgst, dann bist du wirklich happy! Dann wird das was!“ Doch Pustekuchen. Keiner kam mit der Erleuchtung um die Ecke gebogen und half mir aus meinem Ideen-Vakuum heraus. (So ist das übrigens meistens, wenn es mal um wichtige Erkenntnisse geht – nur du selbst kannst sie gewinnen, genauso, wie auch nur du selbst für dich auf die Toilette gehen kannst und niemand anders…) Ganz konkret ging es bei mir darum, worauf ich beruflich jetzt und in Zukunft meinen Fokus legen möchte.

Mein Problem: Irgendwie will ich alles und ich möchte mich nicht allzusehr einengen. Also was soll ich loslassen und worauf fokussiere ich mich? „Verschieben wir doch die Entscheidung auf morgen“, dachte ich mir und dann wieder auf morgen und so weiter – in der Hoffnung, dass diese Taktik ganz von selbst die Erkenntnis bringen würde.

Aber daraus wurde nix. Keine Erleuchtung in Sicht. Aber stattdessen ein inspirierendes Gespräch mit einem guten Freund. Wir saßen so schön bei Schokokuchen am Zürichsee und ich erzählte ihm von meiner Praxis (die glücklicherweise gut gebucht ist) und von meinen Seminaren, die durchaus mehr Belebung verkraften könnten, und ich erzählte ihm vom Angebot eines Weiterbildungsinstituts, das mir angeboten hat, eine Psycho-Physiognomik-Weiterbildung dort als Dozentin anzubieten und zu leiten. Und vom Blog, für den ich zu wenig Zeit habe und den ich nicht so intensiv pflegen kann, wie ich möchte und und und…

Sinnsuche„Und? Was davon willst du wirklich machen? Was davon macht dir am meisten Spaß?“ Und bei dieser Frage habe ich feststellen müssen, dass das, was ich bisher für wichtig hielt und von dem ich glaubte, dass ich das wirklich wollte, gar nicht das war, was ich wirklich wollte! Ich wollte nicht MEHR Seminare geben, sondern lieber mehr Zeit für mich und den Blog haben. Ich wollte gar nicht diese Weiterbildung anbieten – mein Ego wollte das, um ein bisschen mehr Prestige, Image und bla bla bla zu haben.

Ich habe mich zu Hause hingesetzt und noch ein bisschen darüber nachgedacht. Was will ich und was will mein Ego? Und mein Ego wollte so Einiges! Und damit hielt es mich auch wirklich beschäftigt. Doch ich selbst wollte im Grunde genommen nichts, außer mehr Zeit für die Dinge, die ich bereits im meinem Leben habe! Der Sinn des Lebens besteht nicht darin, ständig etwas tun zu müssen, um dann endlich jemand werden zu können. Nein, der Sinn des Lebens ist das Leben selbst! Das zu leben, was gerade jetzt ist und nicht davon zu träumen, was sein könnte oder sollte.

Sinnsuche: Wie du herausfindest, was du willst

Entweder hast du aktuell das Thema, dass du dich nicht auf wenige Dinge fokussieren kannst oder dir fehlt im Augenblick die Richtung für dein Leben. Für Fall zwei habe ich hier einen Artikel für dich, der dir eine Inspiration sein kann, deinem Leben die Richtung zu geben, die du willst oder den Artikel: eigene Werte erkennen.

Falls dir der Fokus fehlt, stell dir einfach folgende Fragen oder sprich mit einem Freund über diese Fragen:

  • Welche meiner Aufgaben und Tätigkeiten sind mir wichtig und welche sind mir aus prestige-Gründen wichtig?
  • Welche Aufgaben geben mir Kraft und sind kurzweilig?
  • Welche Tätigkeiten kosten mich Zeit und Kraft und bringen anderen mehr als mir?
  • Wenn ich aufgrund einer längeren Krankheit alles aufgeben müsste, welche Tätigkeit würde ich nach Genesung sofort als erstes wieder aufnehmen, weil sie mir Freude macht? Und was würde ich gar nicht mehr anpacken?

Ich denke, wenn du dir diese Fragen beantwortest, dann wirst du recht schnell erkennen, wo dich dein Ego antreibt oder Erwartungen anderer im Fokus stehen. Und du wirst herausfinden, was für dich persönlich wirklich wichtig ist. Ich habe für mich beschlossen, nicht mehr darüber nachzudenken, dass meine Seminare besser besucht sein könnten, sondern vorerst nur noch ausgewählte Vorträge und Workshops zu geben und vorerst keine Seminare mehr. Und diese Erkenntnis ist eine enorme Erleichterung für mich. Ich kann nun die Zeit für die Dinge nutzen, die mir wirklich wichtig sind, anstatt Energie aufzuwenden für etwas, das ich unbewusst im Moment gar nicht möchte. Weniger ist oft mehr. 😉 Auf den richtigen Fokus kommt es an.


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