Kinder erziehen ohne negative Glaubenssätze

Gepostet von am 10. November 2014 in beliebte Themen, Eltern/Erziehung, Glaubenssätze, Liebe/Beziehungen, Selbstbewusstsein | 3 Kommentare

Kinder erziehen ohne negative Glaubenssätze

Wir werden zu dem, was wir denken. Unsere Gedankenqualität und Ausrichtung bestimmt unsere Lebensqualität und beeinflusst maßgeblich unsere Potenzialentfaltung. Wie lähmend sich negative Glaubenssätze auf den Erfolg, die Lebensfreude und das gesamte Leben eines Menschen auswirken können, habe ich bereits im Artikel „10 Schritte negative Glaubenssätze loszuwerden“ geschrieben. Und die wichtigste Phase bei der Formung und Entstehung von Glaubenssystemen sind die ersten sechs Lebensjahre eines Menschen. Genau aus diesem Grund fragen sich immer mehr Eltern, was sie tun können und auf welche Weise sie ihr Kind erziehen können, damit es mental stark, selbstbewusst, lebensfroh und unbeschwert heranwachsen kann – ohne negative Glaubenssätze.

Ein sehr gutes Video zur Entstehung von Glaubenssätzen in der Kindheit ist das Interview von Dr. Bruce Lipton, einem Stammzellbiologen, das ich bereits an anderer Stelle gezeigt habe, das ich aber auch jetzt nochmals einbringen möchte:

 

Wie im Video erwähnt, befinden sich die Hirnwellen eines Kindes innerhalb der ersten sechs Lebensjahre im Thetawellenbereich, was bei uns Erwachsenen einer Hypnose gleich kommt. Das Unterbewusstsein ist weit geöffnet und alles, was das Kind an Informationen, Erlebnissen, Erfahrungen und Emotionen wahrnimmt, prägt sich eindrücklich und tief im Unterbewusstsein als Fakt ein. Denn für Kinder bestehen die ersten Lebensjahre vor allem darin, uns Erwachsene nachzuahmen und alles das zu verinnerlichen, was wir vorleben und ihm zeigen. Im positiven wie negativen Sinne.

Das Unterbewusstsein behält jedoch all diese gemachten Informationen und erlebten Eindrücke dauerhaft gespeichert – ein Leben lang. Ob wir uns dessen nun bewusst sind oder nicht. Das Unterbewusstsein ist in gewisser Weise unsere ganz persönliche Bibliothek – unser ganz eigenes www sozusagen – mit allen Informationen rund um unser Leben und die darin gesammelten Eindrücke.

Anerkennung ist ein Grundbedürfnis aller Menschen – klein und groß

Zitat begeisterungHinzu kommt, dass wir Eltern für unsere Kinder Götter sind, deren Anerkennung und Liebe die Nahrung sind, nach denen das Kind sich verzehrt. Kinder tun alles, um von ihren Eltern geliebt, beachtet und anerkannt zu werden. Und dies gelingt ihnen in der Regel durch Nachahmung am besten – da das, was die Großen tun ja als Vorbild dient und somit richtig und gut sein muss. Und im Idealfall verhalten sich Eltern ihren Kindern gegenüber verständnisvoll, wohlwollend, ermutigend, geduldig, einfühlsam und richtungsweisend. Aber auch untereinander verhalten sich solche Eltern genau so vorbildlich und liebevoll. Sie bauen so ein Glaubenssystem in der Wahrnehmung des Kindes auf, dass die Aussage beinhaltet: So wie du bist, bist du liebenswert – unabhängig von dem, was du tust. 

Erziehung ist kein Spaziergang und fordert mitunter alle unsere Reserven

Jeder, der Kinder hat, wird mir sicher zustimmen, dass Theorie und Praxis im Elternsein nicht immer sehr eng bei einander liegen. Und zuweilen erweist sich die Erziehung als Extrembelastung für Körper (Schlafmangel), Geist (permanente Aufmerksamkeit) und Seele (eigene Bedürfnisse finden kaum Raum). Die Eltern pfeifen sodann mitunter aus dem letzten Loch und versuchen, bestmöglich den Tag zu überstehen – ohne größere Unfälle. Vor allem die ersten beiden Jahre haben es diesbezüglich in sich. Und jeder, der schon einmal mehrere Nächte nicht hat schlafen können, wird bestätigen, dass man sich in etwas verwandelt, das man besser nicht der Öffentlichkeit präsentiert. Nicht umsonst wird Schlafentzug beim Militär als Folter eingesetzt. Und in diesem doch zuweilen desolaten Zustand sind wir nun gefordert, unserem Spross all die oben genannten Zuwendungen angedeihen zu lassen und dabei darauf zu achten, negative Glaubenssätze tunlichst zu vermeiden. Denn am Ende zeigen ganz schnell alle Finger auf die Eltern, wenn etwas mit dem Nachwuchs aus dem Ruder läuft – das ist ganz klar. Wir haben es dann verbockt!

Doch ich möchte gerne Entwarnung geben! Kinder brauchen keine Paradeeltern, die Angst davor haben, etwas falsch zu machen und sich dadurch total künstlich durch das Leben lavieren. Sie brauchen echte, charakterstarke Menschen, die zu sich, ihren Bedürfnissen und auch ihren Fehlern stehen. Sie brauchen Eltern, die sich selbst liebevoll gegenüber sind und aufrichtig. Das allerwichtigste ist die Grundhaltung dem Kind gegenüber und diese sollte die aufrichtige und bedingungslose Liebe sein. Das ist die halbe Miete. Hinzu kommt Verständnis für die eigenen Schwächen und der Wunsch, kontinuierlich zu wachsen.

Ich möchte keinen großen Regelkatalog aufstellen, sondern allen Eltern meine Achtung zollen dafür, dass sie stets bemüht sind, ihr Bestes zu geben. Stattdessen habe ich hier 6 Anregungen, wie du negative Glaubenssätze bei deinem Kind vermeidest und was du stattdessen tun kannst, damit es mental stark, selbstbewusst und glücklich aufwachsen kann.

6 Anregungen, wie du negative Glaubenssätze bei deinem Kind vermeidest

1. Erkenne und zeige deinem Kind, dass es IMMER  liebenswert ist, egal was es tut

Einer der tiefsitzendsten Kernglaubenssätze ist: „Ich bin wertlos“. Dieser entsteht, wenn Eltern dem Kind das Gefühl geben, dass es nicht gut genug ist. Wie oft rutscht einem der Satz heraus „Du bist aber wirklich ungeschickt, anstrengend, bockig, blöd, nervig und und und…“ Was wir damit tun, ist dem Kind einen Stempel aufzudrücken und es identifiziert sich damit (mitunter für immer!) „Du bist“ ist einfach ein Fakt und bezieht sich immer auf das gesamte Sein. In diesem Moment fühlt sich das Kind einfach nur abgelehnt und ungeliebt. Wenn du jedoch sagst: „Das, was du gerade gemacht hast (z. B. die Gardinen zerschnibbelt) ist wirklich daneben und es macht mich wütend, dass du unsere Einrichtung zerstörst.“ dann wertest du nicht das Kind ab, sondern dessen Verhalten in diesem einen Moment. Du stehst dann zu deinen Gefühlen (wütend) und zeigst Grenzen auf. Das Gute daran ist, dass du schon unmittelbar danach dein Kind in den Arm nehmen und ihm sagen kannst: „ich habe dich immer lieb – egal, was du getan hast und auch wenn ich mal kurz wütend auf dein Verhalten bin.“ Dann weiß dein Kind, dass es geliebt wird – egal, was es tut.

2. Zeige deine eigenen Gefühle, anstatt sie runterzuschlucken und deinem Kind gegenüber zwiespältige Signale auszustrahlen

Eltern versuchen oft, ihr Genervtsein zu unterdrücken anstatt dem Kind einfach zu zeigen und sagen, dass sie genervt sind. Kinder brauchen aber Offenheit, da sie Unstimmigkeiten sehr stark wahrnehmen, sie aber nicht einordnen können und dies dann auf sich selbst beziehen. Wenn aber eine Mutter sagt, dass sie heute total erschöpft sei oder genervt von der Situation XY, dann kann das Kind dies verstehen und gewinnt Sicherheit im Deuten von Emotionen. Dies fördert die emotionale Intelligenz von Kindern. Natürlich meine ich nicht damit, dass Mütter sich bei ihren zweijährigen ausheulen und ihnen in epischer Breite ihr Seelenleben darlegen sollten, aber der Satz: „Mama ist traurig, weil die Gardine nun kaputt ist“ ist für das Kind wesentlich einfacher zu verstehen als eine bockige Mutter. In Stress-Situationen oder emotionalen Situationen neigen auch wir Eltern manachmal dazu, in kindliche Verhaltensmuster zurück zu fallen. Aber wir sollten uns bewusst sein, dass wir nun Eltern und nicht mehr Kinder sind und dass unsere Kinder ihre Augen sehr genau auf uns gerichtet haben und von unseren Reaktionen lernen.

3. Lade deinem Kind das Programm auf: „Alles ist möglich – du schaffst das“

Das häufigste Wort, das Kinder in ihrer Kindheit hören ist: „Nein!“ Gefolgt von „Lass das!“ Nicht sehr ermutigend, oder? Natürlich habe ich auch nicht lauthals gebrüllt „Du schaffst das – alles ist möglich“ als mein zweijähriger Sohn mit dem Bobbycar die 10 Treppenstufen runterrattern wollte. Aber ich habe mich früher oft ertappt dabei, dass mir ein Nein schneller auf der Zunge lag als eine ermutigende Geste. Doch Kinder wollen und MÜSSEN die Welt durch Ausprobieren entdecken und manchmal auch herausfinden, dass sie etwas noch nicht können – was nicht heißt, dass sie es nicht einige Wochen später doch können. Anstatt das Kind zu unterschätzen und vor Niederlagen zu schützen, ist es sinnvoll, es Dinge ausprobieren zu lassen, um eigene Erfahrungen zu sammeln und sie immer wieder zu bestärken durch den Satz: „Du schaffst das“. Das Nein können wir uns für die wirklich ungünstigen Taten unserer Sprösslinge aufsparen wie die Bobbycaraktion. Aber auch ein Dreijähriger kann im Beisein der Mutter schon ein Messer ausprobieren, wenn er es wirklich möchte. Vielleicht nimmt man dann einfach eher ein Buttermesser statt des Filetiermessers 😉 Kinder, deren Eltern ihnen zu wenig zugetraut haben, werden zu übervorsichtigen und teilweise unsicheren Erwachsenen, die anderen mehr zutrauen als sich selbst. Die Wagemutigen stecken vielleicht die ein oder andere Verletzung und Narbe ein, aber eben auch die Erfolge und diese prägen sich ihnen viel tiefer ein.

4. Stärke das Vertrauen deines Kindes in sich selbst, in andere und die Welt

Kinder kommen auf die Welt voller Vertrauen und sie behalten dies auch, wenn sie erfahren, dass sie sich auf uns verlassen können. Deshalb ist es wichtig, Kindern immer wieder zu sagen, dass du darauf vertraust, dass es eine bestimmte Sache kann (auch wenn das Kind es sich selbst noch nicht zutraut). Ermutige dein Kind, es immer wieder zu versuchen und dies auch mit Spaß zu tun. Und wenn es dann das Ziel erreicht hat, dann bestätige nochmals dein in das Kind gesetztes Vertrauen und sage ihm: „Siehst du, du kannst ganz auf dein Können vertrauen! Ich wusste, dass du es schaffst.“ Auf diese Weise stärkst du das Selbstbewusstseins deines Kindes, indem du es sich und seiner Stärken bewusst werden lässt.
Erwachsene, die das Vertrauen in sich und andere verloren haben, versuchen alles im Leben zu kontrollieren und wirken dadurch extrem angestrengt.

5. Perfektionismus in Grenzen halten

Manche Kinder entwickeln von sich selbst aus einen unheimlichen Perfektionismus und fangen an zu weinen, sind entmutigt und aufgelöst, wenn etwas nicht perfekt wird, was sie aber so wollen. Z. B. wenn sie Bilder malen und feststellen, dass ihr Bild anders aussieht als das Bild auf einer Vorlage oder andere Zeichnungen, wenn sie etwas basteln und es schief wird und so weiter. Ich wende in diesem Fall immer die Strategie an, meinem Kind zu sagen, dass ich das in seinem Alter bei weitem nicht so schön konnte und dass ich mich nur durch Üben und Dranbleiben verbessern konnte. Außerdem sage ich, dass perfekte Dinge nicht immer die schöneren sind, sondern sogar auch langweilig wirken können. Viel besser ist es, wenn etwas aus dem Herzen kommt und unter Freude entsteht. Dann zeige ich dem Kind ältere Bilder und tolle Basteleien und sage, dass ich die ganz besonders schön finde, weil sie so besonders sind. Das ermutigt und baut auf und die Laune steigt wieder.

6. Vergleiche sind nicht nur sinnlos, sie schaden auch

Manchmal vergleichen sich Kinder mit anderen und wollen die Dinge genau so gut können wie andere Kinder. Sie sind dann frustriert, weil sie nicht so schöne Bilder hinkriegen, nicht so schnell lesen können, nicht so toll rechnen und so weiter. Was sie dabei übersehen, ist jedoch, dass sie selbst ihre ganz eigenen Talente und Stärken haben, die andere Kinder an ihnen bewundern. Hierfür ist es sehr hilfreich, sich mal mit dem Kind zusammen zu setzen und eine Collage zusammen zu basteln. Das Kind malt sich selbst und daneben ein Kind, das es wegen seiner Fähigkeiten bewundert. Und nun schreibt ihr Eigenschaften und Talente des anderen Kindes auf und du als Mama/Papa googlest dazu passende Bilder, die das Kind ausschneiden und aufkleben kann rund um dieses andere Kind. Dann macht ihr das Gleiche mit deinem eigenen Kind. Alle Stärken, Talente und Fähigkeiten werden aufgeschrieben und mit einem Bild dazu versehen. Wenn ihr fertig seid, dann seht ihr, dass jedes der Kinder einzigartig ist und seine eigenen Stärken hat und dass dein Kind neben dem anderen genau so gut dasteht. Frag dein Kind, was dieses andere Kind an deinem Kind vielleicht bewundert, weil es selbst diese Fähigkeit nicht hat. So erkennt dein Kind, dass es wertvoll ist und unvergleichlich einzigartig. Jeder Mensch hat seine Stärken und es sollte diese erkennen und nutzen, anstatt so sein zu wollen, wie andere.

 

Auch die Gene wirken sich auf Glaubenssätze unserer Kinder aus

Zu 50 % sind wir Menschen durch unsere Gene bestimmt und geprägt. Diese 50% beinhalten bestimmte Eigenschaften wie Haarfarbe, Körperbau, Größe aber auch bestimmte Talente,  das Temperament und auch Charaktereigenschaften. Meine beiden Kinder sind z. B. unheimlich unterschiedlich und ich merke, dass einer von beiden einfach wesentlich pessimistischer und Bedenken tragender veranlagt ist als der andere. Einer unserer Söhne lebt komplett im Urvertrauen und ist immer zufrieden- egal, was passiert. Er kommt über Niederlagen wesentlich schneller hinweg als sein Bruder. Der andere hegt oft Befürchtungen und traut sich manches nicht zu, aus Angst, es nicht schaffen zu können. Beide Kinder erziehen wir jedoch in vollem Vertrauen in ihre Fähigkeiten und mit absoluter Unterstützung. Aber wir sehen, dass die genetische Veranlagung hier doch noch recht stark ist. Doch durch das Wissen, dass unser Umfeld und unsere Gedanken die anderen 50% ausmachen, leben wir in dem Vertrauen, dass steter Tropfen den Stein höhlt und dass unser Sohn durch unsere Ermutigung und unsere Lebenseinstellung seine genetische Prägung langfristig überwinden wird und ebenfalls voller Vertrauen ins Leben geht. Und wir sehen, dass dies langsam aber sicher funktioniert. Wir müssen ihn einfach nur immer wieder daran erinnern, das Leben nicht aus der Sicht des Mangels, sondern aus der Sicht der Fülle zu betrachten. Also anstatt „Aber ich kann dies und jenes nicht oder ich habe dies und jenes nicht“ hin zu „aber du kannst dies und das besonders gut und das andere wirst du auch noch schaffen! Bisher hast du doch alles geschafft, was dir wirklich wichtig war, oder?“

Ich hoffe, dass dir der Artikel Mut machen konnte und ich weiß, dass Erziehung kein Zuckerschlecken ist. Eins ist sicher: Erziehen tun wir Eltern immer – nur können wir dies bewusst machen oder unbewusst 🙂

 


3 Kommentare

  1. Liebe Evi,
    ich bin gerade eben auf dich bzw deine HP gestoßen und von deinen Artikeln total begeistert, da ich in ganz ganz vielen Hinsichten mich total damit identifizieren kann und in den letzten Jahren auf genau diese Weise schon sehr viel positiv verändern konnte. Ich spüre jetzt Lebensfreude wieder und das ist herrlich.
    Jetzt meine Frage zu einem “offenen“ Punkt: Was kann ich machen, wenn die Situation umgekehrt ist? Es gibt nur noch meine 74 jährige Mutter und mich (von meiner Ursprungsfamilie). Sie gibt mir ihr letztes Hemd und liebt mich, jedoch empfinde ich leider fast gar nichts, im Gegenteil … sie ist für mich oftmals ein nerviger Energieräuber. Es tut mir alles sehr leid, da sie ja meine Mutter ist und sie nur noch mich, meinen Mann und unsere 2 Kinder hat und doch schaffe ich es irgendwie nur sehr wenig bis gar nicht, sie wie eine Tochter zu lieben. Darf ich meiner Mutter gegenüber so abweisend empfinden? Das ist doch nicht normal? Was, wenn sie mal stirbt und ich mit dem schlechten Gewissen zurückbleibe? Hättest du mir einen Impuls oder Ratschlag, wie ich damit umgehen könnte? Vielen lieben Dank.

    • Liebe Nic,
      vielen Dank für deine lieben Zeilen. Es freut mich, dass du Freude hast an den Inhalten meines Blogs.
      Die Gefühle, die du deiner Mutter gegenüber empfindest, sind einfach wie sie sind. Ich weiss nicht, wie stark deine Mutter für dich da war und dir emotionalen Halt im Leben geschenkt hat, um beurteilen zu können, ob deine Gefühle vielleicht aus einem Mangel an Liebe aus früheren Zeiten resultieren. Im Moment sorgst du mit deinem Mann für deine beiden Kinder sowie euer Leben und dabei hat man schon alle Hände voll zu tun. Es kann sein, dass deine Energiereserven ohnehin bereits am Limit sind. Eine emotional bedürftige Mutter kann dann als zusätzlicher Krafträuber empfunden werden. Hast du denn genug Zeit für dich selbst? Zeit, in der du dir Ruhe und Freude gönnen kannst? So eine richtig schöne Auszeit auch mal für 1-2 Tage nur für dich? Solche Zeitinseln sind für Mütter sehr wichtig, um die eigenen Speicher wieder aufzufüllen. Es ist wie bei einem Konto. Um abheben zu können, muss man erstmal Guthaben einzahlen. Sonst ist man irgendwann einfach leer und hat nichts zu geben. Vielleicht befindest du dich nun auch genau an diesem Punkt?

      Insgesamt kann man wesentlich gelassener und liebevoller mit Mitmenschen umgehen, wenn man selbst entspannt und ausgeruht ist. Und wenn du trotzdem diese Gefühle deiner Mutter gegenüber hast, dann nimm das einfach an, so wie es ist. Es wird schon einen Grund haben. Dagegen anzukämpfen oder ein schlechtes Gewissen zu empfinden, macht die Sache auch nicht besser. Versuche den Kontakt so zu gestalten, dass du gut damit umgehen kannst und es nicht zu lang wird. Und vielleicht hilft es dir, in Kindheitserinnerungen und Fotos zu stöbern und nach Momenten zu suchen, in denen deine Mutter liebevoll und sorgend für dich war, so dass du dann aus dem Gefühl der Dankbarkeit mit ihr umgehen kannst.
      Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, dass ich dir einen Impuls geben konnte.
      Liebe Grüsse
      Evelyn

  2. Erkenne und zeige deinem Kind, dass es IMMER liebenswert ist, egal was es tut.

    Finde ich sehr wichtig und sollte jede Mama und Papa genau so Leben.

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