Erfolgreich kommunizieren – 10 goldene Regeln

Gepostet von am 21. Januar 2013 in Karriere & Beruf, persönlicher Erfolg, Top 10 Listen | 2 Kommentare

Erfolgreich kommunizieren – 10 goldene Regeln

Fällt es dir leicht, erfolgreich zu kommunizieren und andere Menschen mit deinen Ideen zu begeistern? Was macht einen guten Redner aus und wie kann man seinen Kommunikationsstil verbessern?

Täglich begegnen wir vielen Menschen beruflich und privat. Wäre es nicht fantastisch, mit jedem Menschen eine fließende und sympathische Unterhaltung führen zu können? In der Praxis begegnen uns jedoch auch oft Menschen, zu denen wir kaum Zugang finden. Das Gespräch scheint entweder bereits zu Beginn zu stocken oder jeder Ansatz einer Konversation wird durch einsilbige Antworten jäh abgewürgt. Manchmal haben wir auch das Pech, einem Romanerzähler gegenüber zu stehen, der uns durch endlose Monologe hypnotisch in seinen Bann zu ziehen versucht und bei dem wir uns innigst nach einem Punkt sehnen.

Manchmal treffen wir jedoch auch auf Menschen, mit denen unser Gespräch fast wie von selbst läuft und wir unterhalten uns prächtig und ohne jede Anstrengung. Es scheint fast so, als gingen die Themen nie aus und wir fühlen uns innerhalb eines solchen Gespräches beflügelt und voller positiver Energie.

Egal, in welchem Umfeld wir uns bewegen, unsere Kommunikations-Fähigkeiten begleiten uns auf Schritt und Tritt und insbesondere der erste Eindruck ist bei zwischenmenschlichen Begegnungen ein entscheidender Moment, in dem wir einen Menschen für uns gewinnen können. Auch ich gerate hier und da an Menschen, mit denen mir ein Gespräch schwerer fällt als sonst. Dann versuche ich einfach an die Regeln der Kommunikation zu denken und ich stelle fest, dass mir das Sicherheit gibt, innere Stabilität und das Gespräch zum Laufen bringt. Wann immer ich jedoch feststelle, dass mein Gesprächspartner nicht an einem beidseitig erfüllenden Gespräch interessiert ist, sondern mich dauernd zu bekehren oder belehren versucht, meine Fragen nicht beantwortet oder verdreht oder konfrontativ wird, suche ich den verbalen Ausstieg aus einem solchen Debakel. Denn erzwingen kann man nichts.

 

Was sind die goldenen Regeln einer erfolgreichen Kommunikation?

 

erfolgreich kommunizieren1. Bleib dir selbst treu
Deine eigene Persönlichkeit ist wahrhaftig und authentisch. Indem du dich gibst, wie du bist, anstatt dich zu verstellen oder deinem Gesprächspartner anzupassen, strahlst du und wirkst überzeugend und sympathisch. Dein Körper sendet in diesem Fall übereinstimmende Signale zu deinen Worten und das macht dich glaubwürdig und anziehend. Sei stolz auf deine Werte und deine innere Haltung und verkaufe dich nicht, indem du anderen nach dem Munde redest.

2. Betrachte deinen Gesprächspartner als den wichtigsten Menschen in diesem Moment
Indem du deinem Gesprächspartner wahre Aufmerksamkeit schenkst, gehst du automatisch in Resonanz mit ihm. Dein Gegenüber erkennt das ehrliche Interesse und fühlt sich wohl in dem Gespräch mit dir. Gespielte Aufmerksamkeit ist nonverbal sofort spürbar und schafft eine distanzierende Atmosphäre. Oft schweifen in diesem Fall die Augen ab oder die Körpersignale senden deutliche Anzeichen von Desinteresse aus wie z. B. Herumspielen an Gegenständen oder Kleidung, ein in Richtung Ausgang gestellter Fuß und andere Signale. Du spürst sofort, wenn dir jemand nicht wirklich zuhört, sondern nur hinhört und Smalltalk mit dir betreibt, um seinem Pflichtbewusstsein zu folgen. Sei deshalb selbst ein aufmerksamer Zuhörer und du wirst sehen, dass sich diese Aufmerksamkeit lohnt.

3. 50 – 50 Regel
Sicherlich hast du schon oft davon gehört, dass ein Mensch ein Gespräch als angenehm empfindet, wenn er den größten Redeanteil besitzt. Dies ist nur bei bestimmten Menschen, wie dem oben genannten Romanerzähler der Fall, jedoch nicht bei allen. In der Regel empfinden wir ein Gespräch als angenehm und erfolgreich, wenn beide Partner ungefähr den gleichen Redeanteil haben. 50/50 also. Endlose Monologe sind ermüdend, frustrierend und zudem noch unhöflich. Gib deinem Gesprächspartner immer die Möglichkeit, aktiv am Gespräch teilzuhaben und seine eigenen Inhalte einzubringen.

4. Richte deine Aufmerksamkeit auf das Positive
Beginne niemals ein Gespräch mit negativem Inhalt wie z. B. einem Klagelied auf die Firma, das Wetter oder sonstiges, das dich stört. Fokussiere dich in einem Gespräch zunächst nur auf das Positive wie z. B. Zukunkftsperspektiven (auch hier natürlich keine Weltuntergangs-Szenarien), persönliche Ziele, Urlaubsempfehlungen, sportliche Interessen oder empfehlenswerte Literatur. Ein guter Gesprächseinstieg ist z. B. der Grund der aktuellen Begegnung oder ein interessanter Zeitungsartikel, den du neulich gelesen hast, den letzten Film, den du mit Begeisterung gesehen hast etc… Denke in Lösungen und nicht in Problemen und urteile nicht über andere. Bist du ein inspirierender und in Lösungen denkender Gesprächspartner, schenkst du Kraft und Energie.

5. Stelle sinnvolle und offene Fragen
Manche Menschen stellen Fragen, um einfach etwas zu fragen und ins Gespräch zu kommen. Manche davon sind unsinnig wie z. B. Geht es Ihnen gut? Ginge es dem Gesprächspartner schlecht, wäre er aller Wahrscheinlichkeit nicht da, sondern zu Hause. Redegewandte Menschen haben ein Gespür für die richtigen Fragen. Sie stellen Fragen, über die Menschen gerne Auskunft geben wie z.B. Persönliche Ziele für das nächste Jahr, was der interessanteste Auslandsaufenthalt bisher war und warum, welche Ausflugsziele der Gesprächspartner empfehlen kann etc. Wichtig ist auch hierbei: aufmerksam zuhören und das Gespräch aktiv halten.

6. Respektiere andere Standpunkte
Jeder Mensch geht seinen ureigenen Weg und hat seine Werte und Standpunkte im Leben. Wir sollten nicht den Richter über andere spielen. Wir sind alle nicht miteinander vergleichbar. Ein Gespräch mit einem Menschen, der andere Standpunkte vertritt, kann sehr bereichernd sein, wenn man eine andere Meinung zulässt und sich nicht innerlich sofort distanziert. Natürlich meine ich damit nicht, dass du einem Gewaltverherrlicher Applaus für seine Phrasen spenden musst. Manchmal tauchen Themen innerhalb eines Gespräches auf, bei denen du anderer Meinung bist. Stellst du fest, dass es keinen Konsens gibt, solltest du einfach das Gespräch auf positive Inhalte wie z. B. oben beschrieben lenken. Du solltest dabei immer du selbst bleiben und dich nicht verstellen. Du kannst auch auf freundliche Weise kundtun, dass du anderer Meinung bist, aber gerne die soeben dargelegten Impulse deines Gesprächspartner wirken lassen wirst. Ich sage oft an einer eingefahrenen Stelle: „Ich habe zu diesem Thema eine etwas andere Meinung, finde es aber interessant, Ihre zu hören und lasse das gerne auf mich wirken.“ Und dann schwenke ich auf ein anderes Thema.

7. Hilf deinem Gesprächspartner zu strahlen
Jeder Mensch ist gerne stolz auf sich und seine Leistungen. Wenn es dir möglich ist, einen Menschen in seinem eigenen Glanz stehen zu lassen, dass tu es. Erkenne Talente oder herausragende Eigenschaften an und sprich die Person darauf an. Damit meine ich natürlich keine anbiedernden  und abgedroschenen Komplimente, sondern ehrliche und aufrichtige Anerkennung. z. B. „Ihre Assistentin ist immer so gut gelaunt und fröhlich. Sie müssen ein wirklich angenehmes Arbeitsklima in Ihrer Abteilung haben.“ Damit hast du den Führungsstil indirekt gelobt und Glanz auf deinen Gesprächspartner gerichtet, ohne übertrieben zu haben. Viele Menschen sind trotz ihrer Erfolge nicht so selbstbewusst wie sie scheinen. Jeder freut sich über Anerkennung und Lob, wenn diese ehrlich gemeint sind.

8. Belehre nicht, sondern lade ein
Stell dir vor, dein Gesprächspartner sagt dir: „Man sollte Kinder mit strenger Hand führen und ihnen nix durchgehen lassen.“ Du vertrittst jedoch eine dem Kind zugewandtere Erziehungsart. Natürlich könntest du nun genervt die Augen rollen und einen belehrenden Kommentar abgeben wie z.B. „Und den Erfolg einer solchen Erziehung sieht man an Ihnen?“ Du könntest jedoch auch diese Meinung tolerieren und stattdessen eine Frage stellen wie z. B. „Welche Regeln haben bei Ihrer Erziehung denn immer gut funktioniert? Haben Sie da einen Tipp?“ Du könntest so vielleicht herausfinden, was hinter seiner Äußerung steht und würdest deinen Gesprächspartner nicht diskreditieren. Lade deinen Gesprächspartner ein zu einem Konsens und nicht zu Auseinandersetzungen und Anfeindungen.

9. Ausgewogener rhythmischer Austausch
Kennst du Menschen, die einem Löcher in den Bauch fragen und du strauchelst von einer Frage zur nächsten und fühlst dich völlig ausgesaugt? Stellst du ihnen jedoch eine Frage, geben sie ausweichende oder angedeutete Antworten und du weißt genauso viel wie vorher. Ich kenne einige dieser Exemplare und stelle immer wieder fest, dass ein solches Gespräch durchaus anstrengend werden kann, wenn man sich darauf einlässt. In einem solchen Fall lohnt sich Beharrlichkeit. Stellst du fest, dass du einem Endlosfrager gegenüber stehst, dann beantwortest du nur die Fragen, die dir sinnvoll und angenehm erscheinen und stellst ihm immer wieder beharrlich deine Fragen. Solange, bis du eine ansprechende Antwort erhältst. Dabei bleibst du ruhig und besonnen und schaust dem Frager lächelnd in die Augen, während du ihn beharrlich fragst. Kommt der Frager ersteinmal aus sich heraus, kann daraus ein richtig spannendes Gespräch werden. Oft versuchen die Endlosfrager Dominanz und Überlegenheit zu demonstrieren, indem sie die Gesprächsführung an sich reissen. Durchbrich dieses Muster und das Gespräch fließt.

10. Achte auf eine offene und einladende Körpersprache
Wenn du dich wirklich auf deinen Gesprächspartner einlässt und dich für das Gespräch interessierst, wird deine Körpersprache automatisch mit deinen Worten übereinstimmen. Dennoch haben wir auch kleine Gewohnheiten, die eine Art Schutzschild aufbauen und uns vom anderen abtrennen und unnötige Distanz herstellen, wo jedoch Offenheit wünschenswert wäre. Stehst du schräg zum Gesprächspartner und schaust ihn seitlich an, wird er das Gefühl bekommen, dass du ihn musterst und aus dem Augenwinkel anschaust. Besser wäre, sich gegenüber zu stehen und auch die Arme und Hände in das Gespräch zu integrieren, anstatt sie an den Seiten herunterhängen zu lassen. Obwohl mittlerweile bekannt ist, dass vor dem Bauch verschränkte Arme keine Ablehnung bedeuten, sondern eine Angewohnheit sein können, verschließt diese Haltung jedoch dein Herz. Du schränkst dich in deiner Redefreiheit und Offenheit selbst durch diese Geste ein und verschließt dich unbewusst.

 

 


2 Kommentare

  1. Eine sehr schöne Liste. Ich würde gerne ergänzend noch zwei Punkte hinzufügen, wobei die Ihnhalte mitunter schon in Ihren Punkten auftauchen:

    1. Schenken Sie Ihrem Gegenüber Aufmerksamkeit: Menschen brauchen Aufmerksamkeit wie die Luft zum Atmen. Stellt der Gesprächspratner fest, dass man mit den Gedanken bereits ganz wo anders ist, wird er sich in dem Gespräch nicht wohl fühlen.

    2. Zeigen Sie Anerkennung: Für die meisten Menschen ist es enorm wichtig, dazu zu gehören. Suchen Sie aktiv nach positiven Begebenheiten und sprechen Sie dann dem Gesprächspartner Ihre ehrliche Anerkennung aus. Das tut ihm einfach gut.

    Wenn gar kein Tipp helfen will, kann aber auch ein Kommunikationtraing helfen;).

    Mit freundlichen Grüßen
    T. Streit

    • Vielen Dank für den Input und die Ergänzung. 🙂

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