Immer wieder der falsche Partner?

Gepostet von am 4. Dezember 2012 in beliebte Themen, Glaubenssätze, Liebe/Beziehungen | 17 Kommentare

Immer wieder der falsche Partner?

Gerätst du auch immer wieder an den falschen Partner? Nichts scheint so schwierig zu sein, wie den richtigen Partner zu finden. Und hat man ihn vermeintlich gefunden, entpuppt er sich zuweilen dann doch noch als Frosch anstatt des Prinzen, der er zu sein schien. Wie kommt es nur, dass manche auf der Suche nach dem Richtigen mit gekonntem Griff jedes Mal garantiert den falschen Partner erwischen? Und wie kann man das eigene Beuteschema nun so verändern, dass man beim Nächsten dann tatsächlich den Richtigen am Haken hat?

Bei mir war es früher so, dass mein Freund nur eins sein musste: das Gegenteil meines Vaters. Meinen Vater empfand ich als streng, dogmatisch, konservativ und spießig.  Also mussten meine „Männer“ garantiert unspießig sein. Je länger die Haare und je verkorkster der Lebenslauf, desto besser. Doch warum ich diese Strategie hatte, wusste ich selbst nicht genau. Und du kannst dir sicher vorstellen, wie erfüllend und langfristig diese Beziehungen für mich waren. Und genau das machte mir dann auch zu schaffen. Diese Beziehungen erwiesen sich innerhalb kürzester Zeit als unbefriedigend und irgendwann habe ich sogar gedacht, dass ich bindungsunfähig sei und nicht imstande, eine dauerhafte Beziehung einzugehen. Das das unstete Leben und die Unverbindlichkeit meiner Partner absolut nicht meinen Lebenswerten entsprachen, spürte ich damals schon, konnte es jedoch nicht bewusst erkennen. Ich wollte durch meine Partnerwahl selbst etwas sein, was ich nicht war. Unverbindlich, cool, unspießig und spontan.

In jungen Jahren geht es vielen von uns wahrscheinlich so. Wir versuchen uns abzugrenzen, anders sein zu wollen als die Eltern und so leben manche von uns ihren Trotz mit dem immer falschen Partner aus. Wird es jedoch zur Gewohnheit, wirklich immer den „Falschen“ anzuziehen, lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen – auf die Ursache also. Es muss also nicht immer wieder der falsche Partner sein. Es geht auch anders, sobald wir unsere Denkmuster durchschaut haben, die uns nämlich immer wieder zu zu den Flaschen verleiten.

Die erste Beziehung unseres Lebens ist die zu unseren Eltern.

Unser Vater und unsere Mutter prägen unsere Wahrnehmung und unser Wertesystem maßgeblich. Dennoch kommt jeder Mensch mit seinen ganz eigenen und zu ihm gehördenen Werten und Eigenschaften zur Welt, die auch Eltern kaum beeinflussen können. Versuchen nun unsere Eltern, uns nach ihren Wünschen zu formen und übergehen sie dabei unsere eigenen Werte und Eigenschaften, baut sich bei uns als Kind natürlich das Gefühl auf, „nicht gut genug zu sein“. Der erste Glaubenssatz entsteht. Denn wären wir gut genug, würden sie ja nicht ständig an uns herumbiegen und mit uns meckern. Nach und nach gesellen sich dann noch weitere Glaubenssätze (feste Überzeugungen) dazu, die unser Verhalten beeinflussen. Da wir als Kind natürlich nichts mehr wünschen, als von unseren Eltern anerkannt und geliebt zu werden, versuchen wir uns anzupassen. Haben wir das Gefühl, es ihnen trotz größter Bemühungen nie recht machen zu können, gehen wir in Trotz über und versuchen eben negative Aufmerksamkeit zu bekommen. Immer noch besser als gar nicht beachtet zu werden.

Unser Verhalten wird also maßgeblich beeinflusst von den Glaubenssätzen und auch von seelischen Verletzungen, die wir in unserem Leben erfahren haben. Bei der Partnerwahl sind die Glaubenssätze natürlich sehr aktiv, die aus dem Unterbewusstsein unser Verhalten steuern. Hältst du dich für nicht gut genug, ziehst du dementsprechend Partner an, die deine Meinung von dir selbst bestätigen. Du wirst dann nicht gut genug behandelt.

 

Seelische Verletzungen überwinden

Die seelischen Verletzungen oder auch Erfahrungen spielen auch eine große Rolle. Es gehört zu unserem Lebensweg dazu, von Menschen verletzt zu werden, denn niemand ist perfekt. Obwohl unsere Eltern das Beste geben, zu dem sie selbst im Stande sind, ist es nicht immer tatsächlich auch das Beste für uns. Jede verletzende Erfahrung, die wir auf unserem Lebensweg machen, prägt sich bei uns als seelischer Schmerz ein und wird immer wieder dann aktiviert, sobald ein anderer Mensch unsere unbewusste Erinnerung an das ursprüngliche Ereignis auslöst. Unbewusst ziehen wir dann Menschen in unser Leben, die in Resonanz zu unserer seelischen Verletzung stehen. Denn Gleiches zieht Gleiches an. Deshalb finden sich häufig Frauen, deren Väter alkoholabhängig waren an der Seite ebensolcher Männer wieder, obwohl sie sich innerlich genau gegen diesen Zustand wehren.

 

Hier ein kleines Beispiel, wie seelische Erfahrungen unsere Partnerwahl beeinflussen:

Emma war ein Mädchen, das von ihrer Mutter als Kind öfter allein gelassen wurde, weil die Mutter einen Bauernhof zu versorgen hatte. Jedes Mal, wenn Mama also das Haus verließ, weinte Emma, da sie wusste, dass Mama lange nicht zurückkommen würde. Emma konditionierte auf diese Weise Trennungsangst/Verlustangst. Als erwachsene Frau entwickelt Emma nun ein klammerndes Verhalten innerhalb von Beziehungen. Sie hat das Bedürfnis, sehr schnell mit ihrem jeweiligen Freund zusammen zu ziehen, da sie sich dadurch sicherer fühlt und davon ausgeht, dass der Partner sich dann nicht so schnell von ihr trennen könnte. Die Freunde von Emma reagieren auf ihr Drängen immer mit der gleichen Reaktion: Flucht aus der Beziehung. Emma scheint also insbesondere bindungsscheue Männer anzuziehen. Nun mag es sein, dass Emma vorzugsweise Männer anzieht, deren Mütter „Übermütter oder Glucken“ waren, was zum gesteigerten Freiheitssinn bei den Söhnen führte. Treffen nun Emma und ein solcher Mann aufeinander, aktivieren sie gegenseitig ihre seelischen Verletzungen. Bei Emma ist es die Trennungsangst und bei ihrem Freund der Freiheitsdrang. Beide versuchen den jeweils anderen von ihrem Bedürfnis zu überzeugen, was meist erfolglos bleibt und erst im Streit und später in der Trennung endet. Solange Emma nicht erkennt, dass die Ursache nicht in der falschen Partnerwahl sondern viel tiefer liegt – nämlich in ihrer seelischen Verletzung – wird sie immer wieder versuchen, ihren Partner zu verändern und zu bedrängen und dadurch einen erneuten Verlust herbeiführen. Erst wenn sie erkennt, dass sie nun kein kleines Mädchen mehr ist, dass allein gelassen wird und Frieden schließt mit ihrer Vergangenheit, heilt ihre seelische Verletzung aus und Emma wird in der Lage sein, den richtigen Mann anzuziehen. Erst die Erkennung und Auflösung des negativen Glaubenssatzes – „Ich werde allein gelassen“ – ermöglicht Emma eine Loslösung von ihrem klammernden Verhalten.
Oft versuchen wir, unseren Partner oder unsere Freunde zu verändern, ihnen dabei zu helfen, sich weiter zu entwickeln und wundern uns, dass unser Plan nicht funktioniert. Was wir dabei übersehen ist, dass wir keinen anderen Menschen ändern können, sondern nur uns selbst. Wann immer uns etwas am Partner und uns nahestehenden Menschen massiv stört, sollten wir uns selbst fragen, was dies mit uns zu tun hat und warum uns eine Eigenheit am anderen so sehr verletzt. Sehr wahrscheinlich stoßen wir dabei auf ein bestimmtes Erlebnis mit einem dazugehörigen Glaubenssatz.

Wie du den richtigen Partner findest:

Vielleicht hast du schon von dem Buch gehört: Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest. Und genau das ist im Grunde schon die Lösung. Du musst erkennen, wer du wirklich bist und wofür du im Leben stehst und dich genau dafür selbst lieben. Was bist du und was sind deine Erfahrungen, Erwartungen anderer, seelischer Ballast, angepasste Verhaltensweisen. Ganz leicht kommst du der Ursache deiner gescheiterten Beziehungen auf den Grund, wenn du die Eigenschaften deiner Expartner jeweils aufschreibst.

  • Welche Eigenschaften hatten deine bisherigen Partner? (Schreibe dabei auf ein Blatt einfach alle Namen neben einander  und unter jeden Nahem die jeweiligen Eigenschaften)
  • Was waren die wiederehrenden Streitpunkte und was war der Trennungsgrund? (wieder unter die jeweiligen Namen schreiben)
  • Und nun schau an, welche Eigenschaften und Streitpunkte gleich sind. Was ist also in jeder Beziehung gleich?

Überlege dir nun, warum diese Konflikte aufgekommen sind. Welches Gefühl steht bei dir dahinter? Verlustangst, mangelndes Vertrauen, Angst davor, ungeliebt zu sein? Und nun überlege dir, ob du als Kind schon ähnliche Erfahrungen gemacht hast und ähnlich gedacht hast.  Denn es ist sehr wahrscheinlich, dass du ein altes Muster von früher übernommen hast und es unbewusst in dir weiter aktiv ist. Sobald du dich aber dieser Ursache/des Ursprungs bewusst geworden bist, fängt die Heilung an. Dann beginnt dein Unterbewusstsein, diese Erfahrungen zu aktualisieren und zu verarbeiten.

Im nächsten Schritt schaust du dir an, warum du liebenswert bist. Dafür überlegst du einfach, was dich liebenswert macht und was die meisten Menschen an dir gern haben. Schreib doch einfach mal auf, was du schon alles geschafft hast und worauf du stolz bist. Wofür möchtest du anerkannt werden? Und nun gib dir selbst diese Anerkennung. Erkenne also an, dass du das toll gemacht hast und stolz auf dich bist. Und da Gleiches Gleiches anzieht, wirst du künftig auch Partner anziehen, die dich ebenfalls anerkennen. Aber alles beginnt erst bei dir. Sobald du dir deines Wertes bewusst bist, erkennen auch andere diesen Wert in dir. Erst wenn du dich lieben und anerkennen kannst, werden es auch die anderen tun.

Ich backe mir einen Mann:

Stell dir mal vor, du könntest eine Backanleitung schreiben für deinen perfekten Partner. Welche Zutaten würden da auf der Liste stehen? Gönn dir doch einfach diesen Spaß und schreib mal eine Liste mit Eigenschaften (Zutaten) für den für dich perfekten Mann.
Wir ziehen immer das in unser Leben, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Richte doch ab heute die Aufmerksamkeit auf das, was du willst anstatt auf das, was du jetzt hast und nicht willst. Je konkreter du dir vorstellen kannst, was du willst, desto schneller bekommst du es auch. Dein Unterbewusstsein versucht dir immer dabei zu helfen, das zu erfüllen, worauf deine Aufmerksamkeit gerichtet ist.  Ich habe übrigens früher auch eine Backliste für meinen künftigen Mann geschrieben und es ist wirklich verrückt – aber es funktioniert. Ich habe ihn dann geheiratet. Heute würde ich vielleicht noch den ein oder anderen kleinen Punkt auf die Liste ergänzen- aber wir wollen ja nicht so kleinlich sein 😉

Wenn du diese Übung machst und der Richtige für dich des Weges kommt, dann schreib mir doch und teile deine Erfolge mit uns allen!


17 Kommentare

  1. Am Arsch! Das kommt 20 Jahre zu spät und ist so wahr. Rücknlickend sehe ich die Wunder die ich damals nicht sehen konnte und die Fallen in die ich gewissenlos fiel und warum?

    Richtig, die Eltern. Diese kranken Spasten. Emotionale Spastiker, so wie Rollstuhlfahrer behindert sind so sind solche Eltern und deren Kinder ebenfalls für ihr Leben behindert nur dass wir keinen Schein bekommen und kostenlos Bahn fahren dürfen.

    Schade, weil weder Geld noch sonstwas das nicht gelebte oder viel mehr nicht geliebte Leben eben nicht gelebt wurde und auf meine alten Tage brauch ich es auch nicht mehr.

    Wenn ich in den Himmel kommen sollte dann wird der da Oben sich aber was anhören dürfen! Irgendwann kapiert man einfach dass man ein emotional verkrüppelter Spast ist und das nicht wirklich heilbar ist.

    Mir hat das nicht geholfen herauszufinden warum was wieso ist. Kaputt, Herz kaputt und kaputt ist und bleibt kaputt. 🙁

  2. Hallo,

    ich gerate immer an Männer die nicht wirklich frei oder fähig für eine feste Bindung sind. Entweder sind sie bereits vergeben, seit Kurzem geschieden oder nicht offen für eine ernsthafte Beziehung. Warum ziehe ich immer solche Männer an? Freue mich auf Antwort.

    • Liebe Betti,
      oh die Gründe hierfür können wirklich vielfältig sein. Eine wirklich treffende Antwort kann ich dir natürlich nicht geben, ohne dich zu kennen und mehr zu wissen. Es gibt jedoch einen Hinweis, der dir vielleicht einen Impuls geben könnte. Gleiches zieht Gleiches an. Das bedeutet, dass du innerlich offenbar selbst entweder nicht an eine feste Bindung glaubst, nicht glaubst, dass du einen festen Partner und eine glückliche Beziehung verdient hast oder ganz einfach tatsächlich selbst unbewusst Angst davor hast, eine dauerhafte und feste Beziehung einzugehen.
      In jedem dieser Fälle würdest du eher Männer ohne Bindungswunsch anziehen.
      Ich hoffe, dass dir dies ein wenig weiterhelfen konnte.
      Liebe Grüsse
      Evelyn

  3. Das Buch „Liebe dich selbst…“ spricht nicht vom falschen Partner. Es sagt vielmehr aus, dass man die Eigenschaften, die man am Partner verteufelt, integrieren soll. Frau Zuhorst spricht sich dafür aus, dass der jetzige Partner bereits der Richtige ist.

  4. Liebe Evelyn,

    ich schreibe hier weil ich langsam verzweifle. Ich werde dieses Jahr 30 und hatte mittlerweile wirklich unzählige Anläufe was Beziehungen angeht. Der Großteil waren sehr kurze Geschichten zwischen 3 und 6 Monaten. Ich könnte nicht mal die überschneidenden Eigenschaften der Männer aufschreiben weil es einfach auch zu viele unterschiedliche waren. Nach dem ich aber ca. 3 jahre brauchte um den ersten Mann zu verarbeiten der mich verlassen hatte (damals war ich 20) habe ich mir aber auch geschworen niemals wieder so an jemandem zu hängen, also hab ich mir auch nur die gesucht, die ich nicht wirklich toll fand, das war meine Absicherung und gegangen bin dann auch immer ich.

    In den letzten ca. 2 jahren hat sich das geändert, ich wollte mich auch endlich verlieben und wirklich etwas fühlen. Das Problem: es gab dann zwei Männer in meinem Leben, in die war ich dann auch wirklich verliebt, das Flaute schnell ab und ich fing an Dinge zu suchen, die mir nicht gefielen und die Männer damit zu konfrontieren bis sie sich relativ schnell trennten um mit jemane anderem zusammen zu kommen. Dann konnte ich mir immer wieder sagen: ich wusste ja, dass es so kommt. Nur leider hab ich das Gefühl, dass die Liebeskummer Phasen immer länger werden obwohl ich mich, neben Therapie, auch sehr viel mit dem Thema Glaubenssätze beschäftige.

    Die letzte Trennung ist jetzt vier Monate her und obwohl wir nur 4 Monate zusammen waren, fehlt er mir immer noch und ich wache jeden Morgen auf mit den Gedanken daran, dass ich das auch noch selbst kaputt gemacht habe.

    Ich muss dazu sagen, das Muster der letzten beiden war, dass man sich getrennt hat, dann gab es aber so 2 Monate hin und her und es sah nach Annäherung aus und als ich sie dann darauf ansprach, sind die Männer in beiden Fällen praktisch wortlos verschwunden und redeten einfach nicht mehr mit mir. Das macht es umso schwerer damit abzuschließen da beide am Anfang auch sehr verliebt schienen.

    Ich möchte die Hoffnung eigentlich nicht aufgeben aber es ist zunehmend schwerer, das Vertrauen zu halten wenn man glaubt da ist jemand stark verliebt in einen und innerhalb kurzer Zeit erkaltet das und die Männer sind dann auch ganz fix wieder in einer neuen Beziehung.

    Tut mir Leid, dass das jetzt so lang geworden ist.
    Vielleicht hast du einen Impuls für mich.

    Liebe grüße
    Anna

    • Liebe Anna,
      ich möchte dir sehr gerne ein Buch empfehlen, das wundervoll erklärt, wie wir unsere Realität gestalten – bewusst und unbewusst. In dir sind immer noch Überzeugungen und abwertende Gedanken vorhanden, die deine Gefühle und dein Verhalten steuern. Das Buch heisst „Ein neues Ich“ von Dr. Joe Dispenza und ist genial.
      Der richtige Partner für dich ist bereits da. Aber er befindet sich noch nicht in deinem Lebensumfeld, so dass du ihn wahrnehmen kannst, da du durch deine Gedanken deine Aufmerksamkeit in eine komplett andere Richtung lenkst. Was hältst du von einem Versuch: Schreib dir genau auf, wie du dich selbst fühlen willst, wenn du komplett glücklich bist und welche Eigenschaften der Mann besitzt, der an deiner Seite dein Leben verbringt. Und dann stell dir das mit geschlossenen Augen lebhaft vor. Du, der tolle Mann und das Zuhause, in dem ihr gemeinsam lebt. Je öfter du diese Visualisierung durchführst und je lebendiger deine Gefühle dabei sind, desto schneller wirst du dein Unterbewusstsein darauf ausrichten, den richtigen Mann auch zu erkennen und in dein Leben zu ziehen.
      Liebe Grüsse
      Evelyn

      • Liebe Evelyn,

        vielen Dank für die zügige Antwort.
        Ich werde mir das Buch gleich besorgen.
        Und deins lese ich seit heute auch 😉

        Liebe Grüße
        A.

    • Liebe Anna,

      ich habe Deinen Beitrag gelesen und fühle sehr mit Dir. Danke, dass Du Deine Beziehungsgeschichte geteilt hast. Wir kennen uns nicht, aber wenn ich darf würde ich Dir gern antworten. Ich gebe Dir keine Ratschläge, sondern möchte Dir einfach nur sagen, was ich erlebt habe.

      Das, was Evelyn in ihrem Artikel darlegt, basiert im Großen und Ganzen auch auf meinen eigenen Erfahrungen, die ich in Beziehungen gemacht habe. Ich fand heraus so etwas wie den „richtigen“ oder „falschen“ Partner gibt es eigentlich nicht. Alles beruht auf dem Resonanzprinzip. Leider gingen sehr oft meine ungeheilten Anteile mit anderen Menschen und deren ungeheilten Anteilen in Resonanz und glaubte dann so manches Mal, das sei die große Liebe. Unser System sucht unbewusst und ganz automatisch nach Wegen, um alte Verletzungen und Traumata zu reaktivieren und an die Bewusstseinsoberfläche zu bringen, um so die Chance zu erhalten, diese Verletzungen zu heilen. Leider sträuben wir uns normalerweise helftig dagegen, denn schließlich wollen wir glücklich sein und uns nicht ständig mit Schmerzen und negativen Gefühlen auseinandersetzen. Mir ging es da nicht anders.

      Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass es keinen Sinn macht, dem Glück nachzujagen und von einer Verliebtheit in die nächste und springen. Das führt in der Regel nie irgendwo anders hin als zu noch mehr Leid und Schmerz. Was konnte ich also tun?

      Zunächst wurde mir klar es führt kein anderer Weg zu mir selbt und zur Liebe als der Weg durch das Tal der Traurigkeit und Einsamkeit. Das hört sich deprimierend an, aber ich kann Dir aus meiner Erfahrung sagen, dass dieser Weg durch das dunkle Tal irgendwann ein Ende hat und immer noch viel leichter ist, als diese anstrengende und oft ein Leben andauerende Suche nach dem Glück, welches außerhalb von mir überhaupt erst gar nicht zu finden ist.

      Somit hörte ich erst einmal auf, mein Heil über Partnerschaften zu suchen und habe begonnen, mich selbst besser kennenzulernen. Schritt für Schritt deckte ich meine alten Muster auf und ging ihnen auf die Spur. Dazu musste ich lernen, alte Wünsche und Vorstellungen loszulassen, die sich als nutzlos oder unrealistisch erwiesen haben, und gleichzeitig das anzunehmen und zu akzeptieren, WAS WIRKLICH IST. Und es ist gar nicht so einfach, Wahrheit von Illusion zu unterscheiden.

      Ich konnte dann immer wieder beobachten, wie sich im Prozess meiner eigenen Heilung, Entwicklung und Entfaltung meine Umwelt und die Menschen darin mitverändert haben und mir im Außen immer das präzise gespiegelt wird, was sich in meinem eigenen Inneren bewegt. Entsprechend haben sich auch meine Partnerbegegnungen verändert. Die Menschen, die ich anziehe oder von denen ich angezogen bin, sind immer Teil meines persönlichen Prozesses, in dem ich mich aktuell befinde. Die Hoffnung, das könnte der „richtige“ Partner für’s Leben sein, gibt es bei mir nicht mehr. Ich lebe ganz im Moment und genieße das Jetzt. Und ich genieße auch die Arbeit an mir selbst, denn ich leide nicht mehr unter meinen alten Schmerzen und Verletzungen, wenn sie auftauchen. Denn ich weiß, sie sind ein wunderbares GESCHENK des Himmels, an dem ich weiterwachsen und meine Urkräfte zurückgewinnen kann.

      Falls Du Fragen oder Anregungen zu meinem Bericht hast, dann kannst Du Dich sehr gern an mich wenden. Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft und Mut auf Deinem Weg!

      Lily

      • Hallo Lily,

        super Beitrag! Du hast es einfach auf den Punkt gebracht. Man muss seinen Inneren Frieden finden. Sich selber annehmen, sich selbst gut genug sein.
        Und auch sein „inneres Kind“ heilen. Ich habe eine 5jährige Fernbeziehung hinter mir, die recht schwierig war. Das Nähe Distanz Verhältnis hat nicht gepasst. Mein Expartner kann nicht alleine sein, hat immens geklammert, mich eingeengt, teilweise kontrolliert. Ich habe mich mehr und mehr zurückgezogen, was er als Ablehnung empfand. Das Resultat war dann die Trennung. Ich hab es nicht mehr ausgehalten.
        Tja.. er hat während unser Trennungsphase eine andere Frau kennengelernt, die in Amerika lebt und nimmt es wohl in Kauf, dass Distanz nun extrem größer ist als zw. uns damals. Er kann nicht alleine sein und versucht seine innere Leere mit immer neuen Partnerinnen zu füllen.
        Das wird nie gutgehen… Ich bin da schon wesentlich weiter in meiner Entwicklung.

        Viele Grüße 🙂

      • Hallo, zu Lily wollte ich sagen: Super Beitrag! Du hast es auf den Punkt gebracht. Man muss seinen inneren Frieden finden, sich selbst annehmen, sich selbst gut genug sein und sein „inneres Kind“ heilen.
        Ich habe eine 5jährige Fernbeziehung hinter mir die recht schwierig war. Beide mit Altlasten. Es hat leider nicht gehalten, da das Nähe Distanz Verhältnis nicht gepasst hat. Mein Expartner hat mich zu sehr eingeengt, geklammert, teilweise kontrolliert aus Eifersucht und konnte Konflikte nicht lösen, vermutlich aus Angst verlassen zu werden. Er hat sich mir zu sehr angepasst. Ich habe mich immer mehr zurückgezogen, was er wiederum als Ablehnung empfand.
        Das Resultat war die Trennung. Er hatte während der Trennungsphase eine andere Frau kennengelernt, die in Amerika lebt. Tja…nun nimmt er wohl in Kauf, dass die Distanz jetzt extrem größer ist als damals bei uns. Er kann einfach nicht alleine sein und versucht seine innere Leere immer mit neuen Partnerinnen zu füllen. Sowas kann im Leben nie gut gehen. Ich bin da in meiner Entwicklung wesentlich
        weiter.

        Viele Grüße

  5. Hallo,

    ich gerate immer an Männer, die am Anfang total lieb und bemüht sind und sich nach ein paar Dates oder ein paar Wochen von jetzt auf heute zurückziehen und diverse Erklärungen (wenn überhaupt) liefern, wie z.B. ich bin noch nicht kompatibel für eine Beziehung, ich bin noch nicht bereit, muss mich mal um mich selbst kümmern usw.. Bin schon langsam am Verzweifeln, warum ziehe ich immer solche Männer an? Sabine

    • Liebe Sabine,
      in der Regel zieht Gleiches Gleiches an. Was in dir wehrt sich gegen eine feste Beziehung? Wovor hast du Angst? Fürchtest du dich davor, verlassen zu werden? Hast du Vertrauen in dich selbst und in die Tatsache, dass du liebenswert bist oder zweifelst du daran? Sobald du dich selbst als vollkommen vollständig und liebenswert anerkennen kannst, wirst du einen Mann anziehen, der das Gleiche von dir denkt.
      Liebe Grüsse
      Evelyn

  6. Ich habe ein Lebenslanges Problem und es ist sehr schwer im Zeitpunkt da ich zwei kleine Kinder habe. Ich gerate immer an Männer die „loner“ sind. Also einsam und ohne Freunde oder Familie. Männer die abgegrenzt sind von Menschen. Gleichzeitig auch Männer die Ihr Leben um mich herum formen und alles für mich tun werden. Welches Sie und mich unglücklich lässt. Männer die Probleme haben mit Ihren Selbstbewusstsein und Ihren eigenen Gefühlen. Ich bin wie gefangen in einem goldenem Käfig bin 31 und kann nicht mehr. Ich werde nur wütender und depressiver. Was kann ich ändern? Bitte helfen Sie mir 🙁

    • Liebe Jenny,
      Fühlen Sie sich im Inneren vielleicht auch einsam und unverstanden von anderen? Auch wenn Sie viele Freunde haben, kann es sein, dass Sie sich innerlich allein und einsam fühlen. Wenn Sie immer wieder die gleiche Art Männer anziehen, dann gehen Sie in Resonanz mit ihnen. Etwas in Ihnen ist also genau so wie bei diesen Männern. Was ist dies? Was ist die Gemeinsamkeit? Sobald Sie dies erkennen und für sich auflösen, werden Sie andere Männer anziehen.
      Liebe Grüsse
      Evelyn

  7. Ich gerate immer an männer die geizig sind

    • Liebe Silke,
      wenn du an geizige Männer gerätst, dann könnte es vielleicht daran liegen, dass du selbst unbewusst oder auch bewusst Existenzangst hast oder zumindest die Angst davor, nicht genug Geld zu haben, zu verdienen. Dann hoffst du auf einen grosszügigen Mann und gerätst leider an die Dagobert Ducks, die schön den Geldhahn geschlossen haben. Bist du dir selbst und anderen gegenüber grosszügig, oder rechnest du gerne innerlich auf, wer wann und wie oft bezahlt hat und wer nun dran wäre? Gibst du selbst gerne oder eher weniger gern? Wenn du dir selbst gegenüber grosszügig bist, bist du es dann im nächsten Schritt auch anderen gegenüber und du wirst einen grosszügigen Mann anziehen. Wenn du etwas bezahlst, dann bezahl es gerne, denn du hast dich ja dafür entschieden, etwas zu kaufen. Zahle nie mit Groll.
      Und dann schau, was passiert.
      Liebe Grüsse
      Evi

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